Der Milliardendeal der Power-Boys

Der Börsengang der Suchmaschine Google macht die beiden Firmengründer Sergey Brin und Larry Page mit Anfang 30 zu Amerikas jüngsten Selfmade-Milliardären.

Google geht an die Börse, und die Finanzwelt steht Kopf: Der vergangene Woche angekündigte Börsengang der weltweit führenden Internet-Suchmaschine gilt schon jetzt als heißeste Aktienemission des Jahres und Signal für das glorreiche Comeback der Internet-Werte nach dem Platzen der Dot.com-Blase. Die Google-Masterminds Sergey Brin, 31, und Larry Page, 32, hatten die einzigartige Such-Technologie in ihrer Studienzeit an der Stanford University entwickelt und die Firma 1998 im Herzen des Silicon Valley gegründet. Jetzt werden sie mit der Börseneinführung jedenfalls Amerikas jüngste Multimilliardäre.

Die erstmals offiziell bekannt gegebenen Geschäftszahlen versetzen Finanzexperten in Euphorie: Vorigen Herbst haben sie den Unternehmenswert noch auf 15 Milliarden Dollar geschätzt, jetzt setzen die Analysten im Schnitt 25 Milliarden Dollar an. In der aktuellen Ausgabe des renommierten US-Finanzmagazins „Barron’s“ ist sogar von 50 Milliarden Dollar zu lesen – schlüssig argumentiert mit der Hochrechnung des Google-Gewinns im ersten Quartal auf das Gesamtjahr und dem Vergleich mit der Bewertung des Mitbewerbers Yahoo. Der ist mit einer Marktkapitalisierung von 36 Milliarden Dollar hinter eBay (53 Milliarden) und vor Amazon (19 Milliarden) – derzeit noch – das zweitgrößte börsennotierte Internet-Unternehmen der Welt.

Google düpiert Investmentbanken und casht bei den Anlegern direkt ab. „Google ist kein konventionelles Unternehmen. Und wir wollen auch nicht, dass es eines wird“, stellen Brin und Page schon im ersten Satz ihres Briefes an die potenziellen Aktionäre klar. Genüsslich machen sie der nach der lukrativen Anlagemöglichkeiten dürstenden Finanzwelt klar, wer hier die Spielregeln vorgibt: Die Investmentbanken degradieren sie bei der Emission zu Erfüllungsgehilfen, indem sie die Aktien über eine Auktion direkt an die Anleger versteigern (Kasten links). Was zudem den Vorteil hat, dass Investoren hoch genug bieten müssen, wollen sie nicht Gefahr laufen, bei der Zuteilung völlig leer auszugehen.

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PLUS: Wie Google die anderen Suchmaschinen überflügelt hat.

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