Der Masterplan

Die Pläne der UniCredit könnten langfristig in der Zerschlagung der BA-CA enden. Vorstand, AVZ-Stiftung und Betriebsrat stehen heiße Verhandlungen bevor. Eine Saudi-Gruppe stellt derweil weiter ein Übernahmeoffert für HVB und BA-CA in Aussicht.

Am Freitag, dem 30. September, wird der 14-köpfige Vorstand der Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten (AVZ) im traditionsreichen „Z-International“-Gebäude am Wiener Stephansplatz zusammentreffen. Die brisante Sondersitzung beginnt pünktlich um 8.30 Uhr. Einziger Tagesordnungspunkt: Die beiden Ex-BA-CA-Vorstände Friedrich Kadrnoska und Franz Zwickl informieren über den aktuellen Stand der Gespräche mit der UniCredit.

Die italienische Großbank hatte im Juni bekannt gegeben, die bayerische HypoVereinsbank (HVB) und ihre Tochter Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) zu übernehmen – Transaktionswert des größten europäischen Cross-Border-Banken-Takeover: rund 20 Milliarden Euro. Die AVZ-Stiftung ist mit 4,5 Prozent der drittgrößte HVB-Aktionär und besitzt zudem mit Sonderrechten ausgestattete BA-CA-Namensaktien. Die Zustimmung der Wiener zum Deal ist den Mailändern besonders wichtig. Daher wurden bereits Ende Juni konkrete Gespräche über die Zukunft im neuen Bankenverbund aufgenommen.

Nach drei harten Verhandlungsmonaten müssen Kadrnoska und Zwickl ihren AVZ-Vorstandskollegen nun ein ernüchterndes Ergebnis präsentieren. Ein AVZ-Manager: „Die Gespräche mit der UniCredit waren zwar konstruktiv, aber gewisse Forderungen sind für uns schlicht und ergreifend nicht erfüllbar.“ Konkret geht es um die Details von Alessandro Profumos Masterplan für die BA-CA. Zwar signalisieren Vorstand und Betriebsrat erstmals Kompromissbereitschaft bei einer Neustrukturierung der BA-CA, doch heiße Verhandlungsrunden in den nächsten Wochen sind programmiert.

Tatsächlich steckt in der vom UniCredit-Boss angepeilten Zielstruktur reichlich Sprengstoff. Zwar ist Profumo bereit, den Österreichern seine Ostbeteiligungen zu übertragen, was die BA-CA mit einer Ostbilanzsumme von 65 Milliarden Euro zur absoluten Nummer eins in der CEE-Region machen wird. Doch verlangt er dafür im Gegenzug weit reichende Zugeständnisse beim Konzernumbau.

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