Der Mann, der nur in die Vergangenheit blickt

Michael Keppler schaut nicht nach vorne, sondern nur zurück – zumindest beim Geldanlegen. Der in New York lebende Fondsmanager kauft Aktien nämlich nur anhand von geprüften Bilanzzahlen wie Kurs-Buchwert oder Dividendenertrag und ignoriert die oft blauäugig optimistischen Zukunftsschätzungen der Analysten.

Selbst auf ein Finanznachrichtenterminal von Bloomberg verzichtet Keppler – die Nachrichtenflut würde ihn nur ablenken. Stattdessen konzentriert er sich voll auf die Weiterentwicklung der langfristigen Investmentstrategie. Mit diesem konservativen Investmentstil hat es der in Bayern geborene Keppler zu einem der erfolgreichsten Fondsmanager gebracht.
Sein Schwellenlandaktienfonds Global Advantage Emerging Markets (ISIN LU0047906267) hat in den vergangenen zehn Jahren aus einem Anfangsinvestment von 10.000 Euro inzwischen 29.438 Euro gemacht. Zum Vergleich: Der Durchschnitt der Fondsklasse erreichte trotz höheren Risikos nur 24.083 Euro.

Für etablierte Märkte besteht die Auswahl zwischen zwei bewährten Keppler-Fonds: dem Global Advantage Major Markets (LU0044747169, siehe Grafik links) mit 115 Prozent Gesamtgewinn in den vergangenen zehn Jahren sowie dem Klassik Aktien von Raiffeisen Salzburg (AT0000961024) mit ebenfalls überdurchschnittlichen 61 Prozent Zehnjahresgewinn.
Keppler erstellt, bevor er Geld in den Fonds investiert, ein Ranking von allen Ländern und kauft nur diejenigen mit den günstigsten Daten. Dabei geht der Fondsmanager nach dem Motto „ganz oder gar nicht“ vor. So sind derzeit zum Beispiel in den Industriestaatenfonds Belgien, Frankreich, Deutschland und Italien vertreten, während Österreich, die Schweiz oder die USA verschmäht werden. Österreich war übrigens Anfang des Jahrtausends noch prominent im Fonds vertreten. Nach den hohen Kursanstiegen bis zum Jahr 2006 wurde aber konsequent Kasse gemacht. Die USA sind dafür genau genommen doch vertreten – allerdings nur mit einer 9,3-prozentigen Position von Berkshire Hathaway, dem Unternehmen von Investmentlegende Warren Buffett,
das von ihm nach besonders soliden Methoden gemanagt wird. Angesichts eines Marktwertes von über 200 Milliarden Dollar ist Berkshire Hathaway übrigens wertvoller als manche Börsen insgesamt, etwa die in Wien.

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