Der irische Luftpirat: Die Billigfluglinie Ryanair verbucht Rekordgewinne

Michael O’Leary nimmt sich kein Blatt vor den Mund. Wenn der 44-jährige Chief Executive Officer der irischen Billigfluglinie Ryanair gegen die Konkurrenz zu Felde zieht, kennt er kein Erbarmen. Der selbst ernannte Robin Hood der Lüfte, der sich im Vorjahr bei der Eröffnung der Italien-Route als Papst verkleidete, führt einen fanatischen Kreuzzug gegen die teuren Ticketpreise von Alitalia, Air France und Co.

Keiner zahle freiwillig 700 Euro, wenn er die gleiche Leistung um 70 Euro bekommen könnte, poltert der Ryanair-Boss. Der Konkurrenz prophezeit er eine düstere Zukunft. O’Leary im FORMAT-Exklusivgespräch: „In den nächsten fünf Jahren werden viele bekannte Namen verschwinden und nur fünf große Airlines übrigbleiben.“ Nachsatz: „Ich gebe der Austrian maximal drei Jahre. Dann ist sie bankrott oder Teil des Lufthansa-Konzerns.“ Einen Überlebenden im Krieg der Sterne kennt der selbstbewusste O’Leary persönlich: „Ryanair, natürlich“ (Interview im neuen FORMAT).

Tatsächlich laufen die Geschäfte des irischen Luftpiraten derzeit wie am Schnürchen. Der Trend bei den Passagierzahlen geht ungebrochen nach oben (siehe Grafik Seite 12). Zudem zeigt sich der an der Dubliner Börse notierende Low-Cost-Carrier rechtzeitig zum 20-jährigen Bestehen von seiner besten Seite. Die dieswöchige Bilanzpräsentation war ein einziges Freudenfest für die Investoren: Der Umsatz kletterte von 1,07 auf 1,34 Milliarden Euro, und der Gewinn nach Steuern legte um stolze 19 Prozent auf 269 Millionen Euro zu. Damit ist O’Leary seinem Ziel, bis 2012 die größte Fluglinie Europas mit 70 Millionen Passagieren aufzubauen, einen großen Schritt näher gekommen.

Die Geschäftszahlen der Iren können sich in einem Markt, in dem Krisenstimmung zum Dauerzustand geworden ist, durchaus sehen lassen. So verkündete etwa die Austrian Airlines zuletzt einen Quartalsverlust (EBIT) von 73,6 Millionen Euro und machte dafür vor allem den Ölpreis verantwortlich.

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT:
PLUS: „Es wird ein Blutbad geben“ - Exklusivinterview mit Ryanair-Boss Michael O’Leary über die Zukunft der Airline-Branche, das Ende der Austrian und wie er den Flughafen Wien das Fürchten lehren wird.

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