Der Krieg in den Banken

Ein geheimes Sparkassen-Papier droht mehr als 26.000 Mitarbeitern mit Einkommensverlusten bis zu 20 Prozent. Viele müssen sogar um ihren Job zittern.

Die Premiere fand diesen Montag im Grand Ballroom des Nobelhotels Hilton in Prag statt: Zum ersten Mal in der Geschichte des „Österreichischen Sparkassentags“ versammelten sich mehr als 250 Sparkassen-Granden nämlich nicht in Österreich. Sparkassen-Generalsekretär Michael Ikrath: „Unsere Osteuropa-Euphorie ist kein Lippenbekenntnis. Daher wurde der erste Sparkassentag nach der EU-Erweiterung auch in Tschechien veranstaltet.“

Während in zahllosen Arbeitskreisen zwischen Hilton und Hradschin ganze drei Tage lang an der „Zukunft des Sparkassensektors im Neuen Europa“ gebastelt wurde, erreicht die Stimmung unter den rund 26.500 Sparkassen-Bediensteten in Österreich einen vorläufigen Tiefpunkt. Denn die Diskussion über mögliche Ausgliederungen, radikale Personalkürzungen und eine Dienstrechtsreform auf Kosten der Bankmitarbeiter beendet die bisherige Harmonie im Sektor mit einem Schlag. Die gesamte Bankenbranche – in Summe rund 75.000 Mitarbeiter – beobachtet mittlerweile die aktuellen Entwicklungen mit zunehmendem Argwohn. Nationalbank-Direktor Peter Zöllner: „Der internationale Wettbewerb zwingt die Banken zum Sparen“.

Brisantes Sparkassenkonzept. Nachdem die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) die Personalkostendiskussion als größte Sparkasse in der Vorwoche wieder ins Rollen gebracht hat – FORMAT (20/04) berichtete exklusiv über Pläne, 1.600 Filialmitarbeiter ab Herbst auszulagern –, sorgt der Sparkassensektor nun abermals für heißen Diskussionsstoff.

Denn laut einem FORMAT exklusiv vorliegenden, 42-seitigen Positionspapier mit dem Titel „Kollektivvertrag-Gehaltsreform 2004“ stecken in der bevorstehenden „Neugestaltung des Kollektivvertrags-Schemas unter Berücksichtigung der Anforderungen eines neuen Vertriebskonzepts und neuer Entwicklungswege sowie der regionalen Gehaltsunterschiede in den Sparkassen“ einige weitere Überraschungen.

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT
PLUS: PSK-Betriebsrat Volkmar Harwanegg über seinen verlorenen Kampf gegen Ausgliederungen.
PLUS: OeNB-Direktor Peter Zöllner zur Notwendigkeit von Einsparungen im Bankbereich.

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