Der Gehalts-Report für Österreich: Wie viel Österreich verdient

Ärzte, Anwälte und Steuerberater verdienen am meisten. Arzthelferinnen und Sekretärinnen rangieren ganz hinten.

Krasser könnte der Unterschied nicht sein: Fachärzte und Zahnärzte verdienen von allen Berufsgruppen in Österreich am besten. Deren Helferinnen gehören mit einem kollektivvertraglichen Einkommen von unter 1.000 Euro zu den Schlusslichtern der Einkommenstabelle.

Das reichste Viertel der männlichen Fachärzte kassierte nach Abzug aller Betriebskosten im Schnitt 223.316 Euro brutto. Gefolgt von den Zahnärzten mit 179.501 Euro.

Nachzulesen sind die durchschnittlichen Einkommen von mehr als vier Millionen Österreichern in einem fast 500 Seiten dicken Bericht der Statistik Austria und des Rechnungshofs. Das Kompendium wurde kurz vor Weihnachten im Parlament vorgestellt. Für alle Beamten, Arbeiter und Angestellten beziehen sich die Angaben auf die Jahre 2004 und 2005. Freiberufler und Gewerbetreibende müssen ihre Steuererklärungen erst später abgeben. Verlässliche Daten für diese Berufsgruppen gibt es daher nur bis ins Jahr 2003.

Die Grafiken im neuen FORMAT zeigen, dass das durchschnittliche Einkommen der Österreicher in den vergangenen Jahren schwächer gestiegen ist als die Inflationsrate. Nur die bestverdienenden 25 Prozent hatten einen realen Einkommenszuwachs. Zu ihnen zählen laut Statistik vor allem Ärzte, Anwälte und Beamte, die zwischen 60.000 und 134.000 Jahresdurchschnittseinkommen lukrieren. Bei Selbständigen ist zudem zu berücksichtigen, dass sie steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten besser nutzen können.

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