Der Euro im Urlaubstest

Hundert Euro sind je nach Ferienziel unterschiedlich viel wert. Wo österreichische Urlauber für ihr Geld am meisten bekommen und wo am wenigsten.

Heiße Partys auf Ibiza gehen ins Geld. Während Nachtschwärmer in Frankreich oder Griechenland rund zwanzig Euro für den Eintritt in einen In-Club hinblättern, müssen Tanzwütige im spanischen Urlaubereldorado mit bis zu siebzig Euro rechnen. „Ibiza ist nun einmal ein teures Pflaster für Touristen“, so TUI-ReiseCenter-Chef Harald Kraus.

Nicht nur Diskobesuche belasten das Urlaubsbudget je nach Aufenthaltsort unterschiedlich stark. Auch die Preise für Strandliegen, einen Besuch beim örtlichen Frisör oder einen Kaffee unterm Sonnenschirm variieren je nach Feriendestination beträchtlich. Werner Eisenrauch, Leiter der Abteilung Volkswirtschaft der Statistik Austria: „Euro ist nicht gleich Euro. Hundert Euro sind im Vergleich zu Österreich in der Slowakei 208 Euro wert. In der Schweiz hingegen bekommen wir um dieses Geld nur Waren im Wert von 81 Euro“.

Als teure Urlaubsdestination gilt nach wie vor Frankreich – und das drückt sich besonders beim Essen aus. Für ein Mittelklasse-Diner sind dort knapp 18 Euro zu berappen. Eine Kugel Eis an der schicken Strandpromenade in Saint-Tropez oder Cannes kostet gleich zwei Euro, für einen kleinen Strandimbiss werden den Badegästen fast vier Euro abgeknöpft.

Neben Feinschmeckern klagen auch Raucher über hohe französische Preise. So kostet eine Stange Zigaretten der Marke Gauloises etwa fünfzig Euro. Raucher sollten ihre Zigaretten deshalb lieber daheim kaufen.

Unterm Strich müssen Frankreich-Urlauber rund vierzig Prozent mehr ausgeben als all jene Reisenden, die das laut Österreichischem Reisebüroverband (ÖRV) heuer beliebteste Ferienziel wählen: die Türkei. Die Türkei führt bei den Buchungen vor Griechenland, Spanien und Kroatien, und das liegt wohl auch am Euro, der dort besonders viel wert ist: Die Türkei gilt als günstigstes der traditionellen Ferienziele.

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