Der Euro wird zum Dollar weiter an Wert zulegen

Der Wechselkurs des Dollar gegenüber dem Euro nähert sich der 1,50- Marke. Verliert der Dollar seinen Status als globale Reservewährung?

Eines steht außer Streit: Der Euro hat in den letzten Jahren nicht nur an den Devisenmärkten stark an Wert gegenüber dem US-Dollar zugelegt, sondern auch seine Bedeutung als Reservewährung für die internationalen Notenbanken zu Lasten des US-Dollar ausgebaut. Während beispielsweise 2001 rund 70 Prozent der internationalen Währungsreserven, die die Notenbanken weltweit hielten, in US-Dollar angelegt waren – gegenüber nur rund 20 Prozent Euro –, nahm dieser Anteil bis zuletzt auf rund 66 Prozent US-Dollar vs. 25 Prozent Euro ab.

Dieser Trend wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen, nicht zuletzt da immer mehr Länder dazu übergehen, ihren Wechselkurs nicht nur am US-Dollar zu orientieren, sondern auch am Euro. So bindet zum Beispiel China seit 2005 seine Währung nicht mehr starr an den US-Dollar, sondern an einen Währungskorb, in dem auch der Euro enthalten ist; und auch Russland orientiert seine Wechselkurspolitik seit 2005 nicht mehr nur am US-Dollar, sondern an einem Währungskorb, der zu 45 Prozent aus Euro besteht.

Andere Länder mit US-Dollar-Anbindung, zum Beispiel im Nahen Osten, dürften diesem Beispiel über kurz oder lang folgen, da der durch die Dollar-Schwäche bedingt sehr schwache eigene Wechselkurs in diesen Ländern zunehmend zu einer überhitzenden Wirtschaft und Inflationsproblemen führt. Andererseits zeigen die Daten auch, dass sich dieser Trend noch einige Zeit fortsetzen muss, bis man von einer echten „Ablöse“ des Dollar und nicht nur einem „Aufholen“ des Euro sprechen kann.

Denn obwohl die Volkswirtschaften der USA bzw. der Eurozone annähernd gleich groß sind: Zum aktuellen Wechselkurs beträgt die jährliche Wirtschaftsleistung der USA rund 9.400 Milliarden Euro, die der Eurozone rund 8.830 Milliarden Euro, ist der Anteil des US-Dollar an den internationalen Währungsreserven immer noch mehr als doppelt so groß wie der des Euro. Und auch am internationalen Währungsmarkt
ist das gehandelte Volumen des US-Dollar immer noch fast dreimal so hoch wie das des Euro.

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