Der Einsatz um jeden Arbeitsplatz ist entscheidend

„Die weitere Entwicklung am Arbeitsmarkt hängt auch von externen Faktoren ab.“

Zum dreißigsten Mal in Folge ist im Juli die Arbeitslosigkeit gesunken, und zwar um 3,6 Prozent. Die heimische Wirtschaft spürt erste Auswirkun­gen der globalen Konjunktureintrübung, weshalb auch die Dynamik am Arbeitsmarkt schwächer wird. Wenn wirt­schaft­lich schwierigere Zeiten anbrechen, sind es vor allem die sensibleren Branchen, die auf eine Abkühlung reagieren – wie etwa die Autoindustrie. Darauf deutet auch das Ansteigen der Arbeitslosigkeit bei Leih­arbeitern hin, die üblicherweise Auftragsspitzen einzelner Industrien abdecken. Zudem sind Meldun­gen über Jobabbau keine Einzelfälle, wie die vergangenen Wochen gezeigt haben. Denken wir nur an Infi­neon, Siemens oder die Bawag. Ein weiterer Indikator für eine Eintrübung am Arbeitsmarkt: Die Zahl der offenen Stellen sank im Juli um 8,2 Prozent.

Entscheidend ist nun der Einsatz für jeden Arbeitsplatz. In der Wirtschaftspolitik braucht es Stabilität und Erfahrung, um notwendige Maßnahmen für die weitere positive Arbeitsmarktentwicklung zu setzen. Derzeit liegen wir mit einer Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent EU-weit auf dem vierten Platz. Nach dem ungetrübten Hoch der vergangenen Jahre können wir noch von einem robusten Wirtschaftswachstum ausgehen – und damit von sinkender Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten. Doch die weitere Entwicklung hängt von Faktoren ab, die wir weitgehend nicht beeinflussen können – wie dem Ölpreis, der Dollarentwicklung sowie der US-Finanzkrise, die noch nicht ausgestanden ist.

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Peter Schentler, Principal Horváth & Partners Österreich

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