Das neue Reich der BA-CA

Nach monatelangen Verhandlungen steht die neue Rolle der BA-CA im UniCredit-Konzern fest. Der Verantwortungsbereich der Österreicher wird bedeutend ausgedehnt.

Zumindest während der Sommermonate der nördlichen Hemisphäre kann sich Erich Hampel auf einer Stufe mit dem Habsburger Karl V., im 16. Jahrhundert römischer Kaiser deutscher Nation, fühlen: In dem neuen Reich, das ihm als BA-CA-General überantwortet ist und das von Griechenland bis zum sibirischen Wladiwostok reicht, geht die Sonne nicht unter.

Nach monatelangem zähem Ringen mit der UniCredit um die neue Position der BA-CA im italienischen Bankenkonzern ist vergangenen Montag endlich eine Einigung erzielt worden. Das Verhandlungsergebnis kann sich aus österreichischer Sicht sehen lassen. Und es ist nicht nur der territoriale Zuwachs, der die Wiener mit Zufriedenheit erfüllen dürfte, sondern auch das Wachstums- und Ertragspotenzial. Die Notwendigkeit der Verhandlungen ergab sich aus der Sonderstellung der BA-CA, die seinerzeit bei der Übernahme durch die HVB im so genannten Vertrag der Regionen ausgehandelt wurde und den Namensaktionären AVZ und Betriebsratsstiftung diverse Vetorechte – etwa bei Fusionen und Abspaltungen – zusichert. Daher konnte die UniCredit-Gruppe, die nach der Übernahme der HVB über 90 Prozent der BA-CA-Aktien besitzt, nicht einfach im Stile eines erdrückenden Großaktionärs ihren Willen durchdrücken, sondern musste auf eine gütliche Einigung setzen.

UniCredit-Chef Alessandro Profumo ging es dabei vor allem um drei Punkte: Er wollte die Ausgliederung des Österreich-Geschäfts in eine eigene Tochter erreichen, musste aufgrund des politischen Drucks in Polen die polnische Bank BPH unter direkte Mailänder Kontrolle bringen und war bestrebt, die Investmentbank und Asset-Management-Aktivitäten – bei denen Skaleneffekte eine große Rolle spielen – in gemeinsame Konzerntöchter zu integrieren.

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