Das Pharaonenfieber

Archäologie. Die Herrscher des alten Ägypten machen wieder Furore: In Venedig beleuchtet eine Ausstellung den Alltag der Pharaonen. Am Nil durchstöbern Roboter medienwirksam die Cheopspyramide.

Sie waren lebende Götter, und wenn in Erzählungen und Hymnen von ihnen die Rede war, so strotzte die Sprache vor tiefer Ehrfurcht. „Die Hungrigen werden gesättigt, die Dürstenden erfrischt, und jene die nackt sind, in feines Leinen gehüllt“, heißt es in einem altägyptischen Text über die Könige des Reiches am Nil. Vor etwa 5.000 Jahren bestieg der erste Pharao, nach einer Hieroglyphe Skorpion genannt, den Thron; dreißig Dynastien lang – fast bis zum Beginn der christlichen Zeitrechnung – erhoben seine Nachfolger die Region im Nordosten Afrikas zur wohl beeindruckendsten antiken Kultur.

Herrschern wie Cheops, Tutenchamun oder Ramses näherten sich Normalsterbliche nur kriechend und verfielen in ihrer Demut bisweilen sogar in ekstatische Zustände. „Als ich vor ihm auf meinem Nabel lag, verlor ich das Bewußtsein“, erinnerte sich ein Beamter an die Begegnung mit dem Pharao.

Freilich sinkt niemand heute vor dem alles überstrahlenden Antlitz eines Pharaos in den Staub, doch ehrfurchtsvolle Stimmung breitet sich noch immer aus, wenn Ägyptologen die Augen der Öffentlichkeit auf ihr Fach lenken – etwa indem sie Expeditionen ins Innerste der geheimnisumwobenen Pyramiden weltweit live im Fernsehen übertragen lassen oder wenn bedeutende Museen der Welt sich der Herrscherdynastien annehmen. Die Faszination gilt dabei der gigantischen Fülle an kostbaren Artefakten einer hochentwickelten antiken Zivilisation.

Autor: Klaus Kamolz

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Außerdem:

  • Cheopspyramide: Endstation im Geheimschacht
Christian Keuschnigg, Professor für Nationalökonomie an der Universität St. Gallen und Leiter des Wirtschaftspolitischen Zentrums in Wien.

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