Das Ende der Schrotflinte

Der neue One-Chef Michael Krammer, 47, ist zurück im Geschäft, sortiert die Marktsegmente neu und bläst zum Angriff – aber nicht mit dem billigsten Preis.

FORMAT: Sie meinten einmal, die Branche mache süchtig. Sind Sie froh, wieder im Geschäft zu sein? Haben die Freuden des Windelwechselns und Mountainbikens jetzt wieder Nachrang?
Krammer: Na ja, ganz so war es nicht. Ich war ja als Berater der France Télécom seit Februar in das Projekt involviert.
FORMAT: Wie war der Empfang des obersten Speck-Jägers bei One?
Krammer: Das erste Doughnut-Meeting (Anm.: Firmenlogo = blauer Ring) war von der Grundstimmung absolut positiv. Man trifft ja auf die unterschiedlichsten Erwartungshaltungen. Ich begegne dem mit einem hohen Maß an Kommunikation, vor allem gegenüber den Mitarbeitern. Denn wo Information vermisst wird, beginnt die Spekulation.
FORMAT: Der österreichische Markt hat sich seit Ihrem Abgang verändert. Welche Szenarien sind heute denkbar – ein Quasi-Oligopol der drei Großen?
Krammer: Vor der tele.ring-Akquisition durch T-Mobile hatten die beiden Großen zwei Drittel der Kunden, heute sind es 80 Prozent der Umsätze und 85 Prozent der operativen Gewinne. Es gibt nur einen Herausforderer im Sinne des Kundennutzens, und das sind wir.
FORMAT: Den Herausforderer in preislicher Hinsicht, den „Maverick“ wie bei tele.ring, wird One nicht geben können …
Krammer: Vollkommen richtig. Auch das ist eine Entwicklung, die der Markt genommen hat. Wir sind in der dritten Phase des Mobilfunks angelangt. Nach ungebremstem Wachstum in der ersten Phase kam der Verdrängungswettbewerb in der zweiten. Jetzt sind wir in einem zu 120 Prozent gesättigten Markt, der wert-mäßig nicht mehr wächst. Produkte für den Massenmarkt haben hier immer auch einen hohen Kannibalisierungseffekt in die eigene Kundenbasis hinein.
FORMAT: Ihre Lösung dafür?
Krammer: Weg vom Massenmarkt, hin zu viel stärker segmentiertem Marketing. Entscheidend ist aber auch die Distribution. Früher hat es gereicht, mit Niedermeyer oder Hartlauer, ein paar eigenen Shops und denselben Provisionen für alle in den Markt zu gehen. Das funktioniert nicht mehr, das haben alle.

Das ganze Interview lesen Sie im neuen FORMAT!

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