Das Comeback der Mautner Markhofs

Die Mautner Markhofs kehren zu ihren industriellen Wurzeln zurück. Die Familie plant gemeinsam mit dem Lebensmittelmulti Wessanen die Expansion in Österreich und Osteuropa.

Am 11. Mai 2005 besiegelte der öffentliche Notar Ihrer Majestät, der Königin von England, Jonathan Paul Coutts, in seinem edelholzvertäfelten Büro im Londoner Nobelviertel Aldwych einen Gesellschaftsvertrag mit internationaler Tragweite. Denn was der schrullige Jurist zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: Hinter der im Companies House in Cardiff eingetragenen und von ihm genehmigten Matmar Investments Limited (Firmenbuchnummer: 5432352) steckt die traditionsreichste Industriellenfamilie Österreichs: die Mautner Markhofs (MM).

Die britische Matmar-Gründung war aber erst das Vorspiel für das wohl größte Comebacks des Jahres: Denn die Brüder Manfred Leo und Theodor Mautner Markhof bauen derzeit fieberhaft an einem neuen Industrieimperium, das sogar jenes ihrer Vorväter deutlich überstrahlen soll. Durch Akquisitionen in Österreich, Zentral- und Osteuropa sowie durch eine strategische Partnerschaft mit dem holländischen Lebensmittelgiganten Royal Wessanen will das Brüderpaar den Gruppenumsatz von derzeit 36 Millionen Euro unter der brandneuen Dachmarke „Matmar“ (steht für Mautner Markhof) in den kommenden Jahren vervielfachen.

Manfred Leo Mautner Markhof: „Wir bauen eine internationale Gruppe im Lebensmittel- und Finanzbereich auf. Unser Ziel ist es, den Umsatz im Food-Bereich auf 500 Millionen Euro zu heben.“ Das zweite Standbein der MM-Gruppe bildet der Finanzbereich: Ähnlich einem Beteiligungsfonds, wird die Liquidität der Gruppe in ein gemischtes Portfolio investiert, das von weitläufigen Gewerbeimmobilien über komplizierte Derivate bis hin zu gigantischen Raffinerien reichen soll.

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