Dalai Lama für Manager

Bestseller-Autor Daniel Goleman verrät in FORMAT die Techniken des Dalai Lama.

Wenn Hans Mahr sich ärgert, dann ärgert er sich. Für seine Umgebung, so der RTL-Chefredakteur, sei das zwar „ab und an unangenehm“, für ihn selbst aber besser, als Zorn und Enttäuschung hinunterzuschlucken. Wenn in seinem Einflussbereich etwas partout nicht so klappt, wie der 54-Jährige sich das vorstellt, dann, so Mahr, werde umgehend „reiner Tisch“ gemacht. Auf diese Weise vermeide er Unklarheiten und Magengeschwüre. Letztere könnte er durch sein Verhalten zwar manch zartfühlendem RTL-Mitarbeiter anhexen; doch so geht es wohl jedem erfolgreichen (westlichen) Manager, der viel Energie hat und diese gelegentlich mit sich durchgehen lässt.

Wäre da nicht seine profunde Abneigung gegenüber dem Duft von Räucherstäbchen oder den Klängen von Yoga-Musik (Mahr: „Ich bin stets eine Last für fernöstliche Gäste“), dann könnte er sich schon vorstellen, etwas von dem neuen Daniel-Goleman-Buch lernen zu können, das dieser Tage im Hanser Verlag erscheint: In „Dialog mit dem Dalai Lama – Wie wir destruktive Emotionen überwinden können“ erläutert der weltbekannte Psychologe und Entdecker der „Emotionalen Intelligenz“, wie sich okzidentale Gehirnwissenschaft und fernöstliche Glaubensweisheiten zu einer unschlagbaren Anger-Management-Strategie kombinieren lassen.

Führungskräfte interessieren sich zunehmend für die Kontrolle der eigenen Emotionen. Das Buch basiert auf den Erkenntnissen einer internationalen Konferenz im indischen Dharamsala, dem Hauptquartier des Dalai Lama, an der im März 2000 ein knappes Dutzend Neurologen, Psychologen und Philosophen teilnahmen. Ziel war es, die Gemeinsamkeiten zwischen Buddhismus und zeitgenössischer Psychologie auszuloten, um der gestressten, von Alltagssorgen gemarterten westlichen Welt einen Zugang zum ausgeglichenen, heiteren Wesen des Dalai Lama zu zeigen. Vor allem Führungspersönlichkeiten, das belegen Publikationen wie der soeben erschienene Ratgeber „Gandhi für Manager“, scheinen sich zunehmend für die Kontrolle der eigenen Emotionen, zumal der destruktiv-negativen, zu interessieren.

Doch wie können Manager lernen, ähnlich einem tibetischen Mönch ihre Stimmungsschwankungen auszutarieren, ohne gleich zum Buddhismus zu konvertieren oder wie Mister Spock völlig gleichmütig in den blau schimmernden Wunderguckkasten des Lebens zu blicken? Goleman, der sich seit Jahren in der Zeitschrift „Harvard Business Review“ als kompetenter Berater in Sachen Managementqualitäten und Mitarbeitermotivation hervortut, erzählt im FORMAT-Interview von einer besonderen Meditationstechnik („mindfulness“), die in den USA von Firmen und „Chefs“ praktiziert werde.

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PLUS: „Zorn macht uns schwächer“ - Daniel Goleman im FORMAT-Interview

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