Dachboden-Ausbau: Zimmer mit Aussicht

Die Kombination aus Großstadtfeeling und Villenflair überzeugt: Seit zehn Jahren erlebt Wien einen regelrechten Dachboom. Können neue, restriktive Baubestimmungen den Trend kippen?

Jedermann will hoch hinaus und träumt von einer Dachterrassenwohnung mit Blick und Freiraum“, erklärt Horst Schwarzenberg, Leiter der Abteilung Wohnimmobilien bei Colliers Columbus. Fakt ist aber: Die Nachfrage übersteigt bei weitem das Angebot. Wer sich seinen lang ersehnten Traum vom Dachdomizil erfüllen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Laut Marktbericht von Colliers Columbus sind die Preise für Dachgeschoßwohnungen in guten Wohngegenden im Zeitraum von 1996 bis 2006 um 50 Prozent gestiegen. In der Inneren Stadt muss man „in Toplagen mit Preisen bis zu 10.000 Euro pro Quadratmeter rechnen. Die entsprechenden Mietpreise liegen bei 20 bis 25 Euro pro Quadratmeter“, erläutert Experte Schwarzenberg. Innerhalb des Gürtels sowie in Währing und Döbling kommt man noch günstiger weg: Der Kaufpreis rangiert hier je nach Lage zwischen 3.000 und 7.000 Euro, Mietobjekte kosten bis zu 15 Euro pro Quadratmeter.

„Während im Gründerzeithaus in der Vergangenheit die Beletage die hochwertigste Wohnanlage war, ist dies heute das Dach, wie die ungebrochene Nachfrage und die hohen Preise zeigen“, analysiert Robert Kniefacz, Leiter des Dezernats „Architektonische Begutachtung“ bei der MA 19. So wurden im Vorjahr 708 Dachgeschoßprojekte zur Bewilligung eingereicht. Da man im Allgemeinen mit drei Wohnungen pro Dachausbau rechnet, ergäbe das 2.124 neue Dachwohnungen in der Bundeshauptstadt. Ein nie da gewesener Aufschwung. Zum Vergleich: In den Jahren davor wurden jährlich rund 400 neue Dachwohnungen errichtet.

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