Chinas neue Seidenstraße

Chinas neue Seidenstraße

Wie Peking mit einer gigantischen Silk-Road-Initiative einen ökonomischen Gürtel über Zentralasien bis nach Europa spannen will.

Selten zuvor hat Xi Jingping, wie die meisten chinesischen Präsidenten vor ihm ein Meister der kryptischen Polit-Lyrik, derart Tacheles gesprochen wie Ende März 2015 bei einem Asien-Wirtschaftsgipfel in Boao auf Chinas Südseeinsel Hainan. In ungewöhnlicher Detailtiefe und über eine halbe Stunde lang skizzierte der Staatschef der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt jenes Projekt, das die Vorherrschaft seines 1,4-Milliarden-Volkes zumindest in Asien für den Rest dieses Jahrhunderts einzementieren dürfte - Chinas "Silk Road Initiative“.

Die ersten historischen Erwähnungen der Seidenstraße datieren etwa auf das Jahr 115 v. Chr. und schildern Handelskontakte zwischen dem römischen Reich und asiatischen Kaufleuten in Mesopotamien. Ihre größte Bedeutung erlangte dieses ausgedehnte Netzwerk von Karawanenstraßen, das sich von Xi’an, der alten westlichen Hauptstadt Chinas, über ganz Süd- und Zentralasien erstreckte, im 12. und 13. Jahrhundert, als der Handel mit Waren wie Gewürzen, Seide, Glas, Porzellan, Papier und Schwarzpulver einen ersten Höhepunkt erreichte und die Reisen von Marco Polo (Bild) einen Seidenstraßen-Run auslösten.

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trend-Chefredakteur Andreas Lampl

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