China: Die 10 Risken des Booms

Chinas Wirtschaft wächst und wächst. Doch das Wirtschaftswunder hat seine Schattenseiten. Und die bedrohen das Wachstum.

Es werden wohl die Glaspaläste sein, die Bundeskanzler Wolfgang Schüssel in diesen Tagen in China zu sehen bekommt, wenn er an der Spitze einer 143-köpfigen Wirtschaftsdelegation durchs Land reist. Peking liegt auf seiner Reiseroute, Shanghai, Nanjing und Hainan. Und tatsächlich sind das die Städte, in denen das Wirtschaftswunderland China boomt und brummt, als gäbe es kein Morgen.

Das Reich der Mitte schreibt derzeit eine beeindruckende Wirtschaftswundergeschichte. Mit einem Wachstum von neun Prozent liegt China derzeit weltweit unangefochten auf Platz eins. Das Land ist die verlängerte Werkbank der Welt, und längst wird in China nicht mehr nur billiger Plunder gefertigt: Jede zweite Digitalkamera, jedes dritte Handy und jede vierte Waschmaschine ist „Made in China“, chinesische Unternehmen schwimmen in Geld und haben in den vergangenen Monaten begonnen, selbst verstärkt im Ausland zu investieren. Spätestens im Jahr 2040, so die Schätzungen, wird China die Wirtschaftsmacht Nummer eins sein. Vom Aufschwung profitieren auch Abermillionen von Chinesen. „Noch nie in der Geschichte wurden in irgendeinem Staat so schnell so viele Menschen aus der Armut in ein menschenwürdiges Leben katapultiert“, analysierte kürzlich der Hamburger „Spiegel“.

Doch hinter diesem beinahe unheimlichen Aufstieg verbergen sich Risiken en masse: Da sind zunächst einmal die Banken, die Milliarden von Dollar ohne große Sicherheiten auf den Markt gepumpt haben. Laut Standard & Poors sind beinahe 500 Milliarden Dollar nicht einbringbar – die Banken sind daher bereits am Limit. Vor allem im Immobilienbereich, der in den vergangenen Jahren einen immensen Bauboom ausgelöst hat, sind aber viele Projekte stark gefährdet, für das Gros der neuen Glaspaläste gibt es keine Abnehmer. So wurden allein im Jahr 2004 eine Milliarde Quadratmeter Wohnfläche errichtet – doch die Mieter bleiben aus.

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