CeBIT: IT-Frühling in Hannover

Auf der CeBIT herrscht erstmals wieder verhalten positive Stimmung: Mobilität und Internettelefonie dominieren die Messe. Plus: Ein Ausblick auf die interessantesten Hardware-Gadgets.

Hannover im März kann echt ungemütlich sein. Allein die winterlich-frostigen Temperaturen sorgen diese Woche dafür, dass CeBIT-Besucher erst gar nicht auf die Idee kommen, sich auf dem Rasen zwischen den Hallen auszurasten. Sie drängen sich dafür umso dichter in den kuscheligen Wohnzimmern, die viele Aussteller aufgebaut haben. Die plüschigen Lounges mit Plasmaschirmen, Soundanlagen und PCs oder Settop-boxen als Kommandobrücken für die Steuerung vom DVD-Player bis zur Gebäudetechnik waren zwar schon auf den letztjährigen Messen zu sehen, doch nicht in dieser geballten Anzahl.

Hinter den Wohnzimmertüren stecken die Konzerne gerade ihre Claims ab. Das vernetzte Zuhause ist ein Hoffnungsmarkt, an dem Software-Anbieter wie Microsoft ebenso mitverdienen wollen wie Sony als Unterhaltungskonzern und neuerdings auch die Telekom-firmen. Und das funktioniert so: Microsoft liefert das Betriebssystem (Media-Center-Software), über das alles angesteuert wird – vom Musik-Download aus dem Internet bis zum Blättern im digitalen Fotoalbum. An den Wänden hängen Flachbildschirme von Sony, Samsung & Co, und der Videorecorder wird zugunsten eines Festplattenrecorders von Panasonic, Hitachi & Co ausgemustert.

Die Telekom-Dienstleister, die noch vor wenigen Jahren mit dem Transport von Sprache und Daten ihr Geld verdienten, steigen als Content-Anbieter in den Ring. T-Online, die Tochter der Deutschen Telekom, macht den Videotheken mit „Video on Demand“-Diensten ambitionierte Konkurrenz. Über 70.000 Filme verkauft die Deutsche Telekom bereits jeden Monat über Internet. In Hannover zeigt man Filmdownloads für den neuen Fernsehstandard HDTV, der mit sechs Megabit pro Sekun-de durch die Datenleitungen flutscht.

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