Causa Eurofighter: Landung unerwünscht

Gutachten, Gegengutachten, Klagen: Der Eurofighter-Skandal wird immer diffuser. Dabei steigen die Chancen, aus dem Kaufvertrag auszusteigen. Oder zumindest weniger Geld für die Flieger zu zahlen.

Nein, sehr aussagefreudig waren die Herren in den dunklen Anzügen wirklich nicht. Als Wolfdieter Hoeveler, der Kommunikationschef der Eurofighter GmbH, am Mittwoch Mittag vor den parlamentarischen Eurofighter-U-Ausschuss trat, hatte er wenig Erhellendes beizutragen. Er wisse davon nichts, für die Entscheidung waren damals andere Abteilungen des Konzerns zuständig – das waren seine Antworten auf die meisten Fragen, die ihm die Ausschussmitglieder stellten. Das ist schon ein bisschen sonderbar, schließlich ist Hoeveler immerhin Pressesprecher seines Unternehmens, ein Job, bei dem man meistens sehr viel über die Arbeit der anderen Abteilungen wissen muss. Aber auch die Befragung seines Kollegen Reinhard Faltlhauser war nicht wirklich ergiebiger. Er antwortete auf die meisten Fragen: „Das ist mehrere Jahre her, daran habe ich keine Erinnerung mehr.“ – Auch etwas komisch bei einem Auftrag jenseits der Zwei-Milliarden-Euro-Grenze.

Doch andererseits ist die Schweigsamkeit des Eurofighter-Managers auch nicht ganz unverständlich. Das Ringen um den größten Beschaffungsvorgang der Zweiten Republik geht wohl in die entscheidende Phase. Wird Österreich tatsächlich die 18 Eurofighter um fast zwei Milliarden Euro kaufen? Oder setzt die SPÖ doch noch eines ihrer zentralen Wahlversprechen durch – und bestellt die „sauteuren Flieger“ (Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, damals noch lediglich Parteichef) ab?

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT

Stil

After Work: Österreichs 12 beste Bars

Schauspieler Peter Simonischek

Stil

Peter Simonischek - Sprechen Sie Wirtschaft?

Auto & Mobilität

Rolls-Royce Phantom: Testfahrt im besten Auto der Welt