bwin.com: Zoff für Zocker

Der Aktienkurs des einstigen Überfliegers betandwin ist in den vergangenen Wochen dramatisch eingebrochen. Die Gründe für den Crash und warum die Analysten dennoch optimistisch sind.

Eine „dramatische Kapitalvernichtung“ nennt es der Markenstratege Klaus-Dieter Koch – und meint damit den Entschluss des Online-Wettanbieters betandwin, seinen Namen auf „bwin“ zu verkürzen. Erst vor wenigen Wochen war betandwin in einer Studie ein Markenwert von 720 Millionen Euro bescheinigt worden. Koch, Chef des deutschen Beratungsunternehmens Brand-Trust: „bwin als ähnlich starke Marke zu etablieren, wird Zeit brauchen – und ordentlich Geld kosten.“

Doch die Diskussion um den neuen Namen ist derzeit wohl nur eine der kleineren Sorgen von bwin-Boss Manfred Bodner. Denn die einst so hochgejubelten Paradezocker werden derzeit von Fortuna im Stich gelassen: In Deutschland und in den USA kämpft das Unternehmen mit rechtlichen Schwierigkeiten, dazu brachte die Fußball-Weltmeisterschaft viele Favoritensiege und damit geringere Erträge als erwartet. Die Folge: Vergangene Woche mussten Bodner und Co-Vorstand Norbert Teufelberger eine Gewinnwarnung für das zweite Quartal ausgeben. Der Aktienkurs brach völlig ein, Mittwoch früh notierte das Papier bei rund 35 Euro – Ende Juni lag der Kurs noch über 65 Euro.

Doch es ist nicht allein die Fußball-WM, die den Anlegern im Magen liegt. Weit schwerer noch wiegt ein Gesetzesentwurf, der sich derzeit in den USA in Vorbereitung befindet. Wird dieser Entwurf angenommen, könnte er im schlimmsten Fall ein Totalverbot für Online-Gaming in den USA bringen.

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