Burnout

Es fängt mit dem banalen Frust bei der Arbeit an und kann schlimmstenfalls mit Suizid enden. FORMAT zeigt Wege aus der Erschöpfung und nennt die besten Adressen.

Eigentlich wollte der 35-Jährige Banker werden. Doch als sich nach Abschluss des Jusstudiums die Chance bot, bei einem international anerkannten Beratungsunternehmen Erfahrungen zu sammeln, griff er zu. Und da er es dort auch weit bringen wollte, rackerte er sich in kürzester Zeit zum Senior Consultant und dann zum stellvertretenden Geschäftsführer hinauf. Eine 60-Stunden-Arbeitswoche ließ dem erfolgreichen Unternehmensberater allerdings keinen großen Spielraum für private Aktivitäten, geschweige denn für Sport oder Entspannung.

Doch was wie eine Bilderbuchkarriere anmutet, wurde für den Workaholic zum Ritt über den Bodensee. Wirtschaftsrezession, Firmenfusionen und Umstrukturierungen im eigenen Unternehmen ließen die Zukunft unsicher erscheinen. Für den konstruktiven Umgang mit den Unwägbarkeiten des Business fehlte es dem Mann aber an Energie. Er schwankte zwischen Hoffnungslosigkeit und Aggression. Zweifel an der eigenen Tätigkeit wechselten mit verstärktem Einsatz, um sich in der Firma trotzdem zu beweisen.

Doch schließlich gab der Körper w. o. und spielte nicht mehr mit: Der Mittdreißiger begann unter Panikattacken und Herzrasen zu leiden und musste sich in ärztliche Behandlung begeben. „Angststörungen oder Depression stehen oft am Ende der Entwicklung zum Burnout“, erklärt der Wiener Psychiater Andreas Walter.

Was mit leichten Stresssymptomen beginnt, kann rasch zum Alptraum werden: Burnout – so der Fachbegriff für den Zustand totaler psychischer und physischer Erschöpfung – betrifft hierzulande immer mehr Menschen. Um die neue Volkskrankheit in den Griff zu bekommen, suchen Ärzte und Therapeuten nun nach neuen Wegen der Stressbekämpfung. Ob Hotel, Wellnesscenter oder Fitnessstudio: Programme zur Stressreduktion und Burnout-Prophylaxe liegen im Trend. Psychiater Walter: „Die Grenzen zwischen Stress, Burnout und Depression sind fließend. Und oft steht am Ende der Suizid.“

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