Bretter, die das Geld bedeuten

Während Atomic reihenweise Siege feiert und der finnischen Konzernmutter Amer stolze Gewinne bringt, stehen andere Skihersteller vor Problemen.

Kitzbühel 2005: Trotz der im Gegensatz zum Vorjahr nicht gerade idealen Wetterbedingungen sind alle Weichen für Rennen der Rekorde gestellt – Zuschauerzahlen, Preisgeld und Medieninteresse im Weltcupzirkus sind heuer so hoch wie nie zuvor. Dabei ist das Kitz-Wochenende nur der Auftakt zur medialen Dauerpräsenz des Skisports in den nächsten Wochen: Damenrennen vor Zehntausenden Kostelic-Fans in Zagreb und Maribor, der stimmungsvolle Nachtslalom von Schladming und als Saisonhöhepunkt die WM in Bormio. Für einige Prognosen muss man kein großer Skiexperte sein: Den Weltcup der Herren wird – so wie in den letzten neun Jahren – auch heuer ein Atomic-Pilot gewinnen. Den Markenweltcup wird Atomic haushoch gewinnen. Und es wäre schon eine Überraschung, würde die Mehrzahl der Weltmeister nicht auf die im salzburgischen Altenmarkt erzeugten Rennmaschinen vertrauen. Der Konkurrenz wird ob der sportlichen Übermacht schon ganz klamm am Hahnenkamm.

Schlagkräftige Atomic-Armada. Kein Wunder, leistet sich Atomic-Chef Michael Schineis doch die mit Abstand größte, beste und auch teuerste Skiarmada der Welt: Zu den nicht weniger als 60 Rennläufern im Alpinteam zählen neben Skisuperstar Hermann Maier die Weltcupanwärter Bode Miller und Benni Raich, die Abfahrtsasse Michael Walchhofer und Daron Rahlves, die Slalomdominatoren Giorgio Rocca und Kalle Palander sowie Österreichs Topdamen Michi Dorfmeister und Marlies Schild. „Rennsporterfolge bringen PR-Coverage und Markenbekanntheit“, beschreibt Schineis die Siegerstrategie, „und die Konsumenten wollen den Winning Spirit einer erfolgreichen Marke, mit der sie sich identifizieren.“

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