„Brauchen Programmreform“

Der Finanzchef des ORF spricht im FORMAT-Interview über wachsende Konkurrenz durch private Sender, neue Geschäftsfelder und die Unverzichtbarkeit der neun Landesstudios.

Die heimische Medienszene wartet mit Spannung auf den 17. August. An diesem Donnerstag werden die Stiftungsräte des ORF entscheiden, wer am Küniglberg künftig regieren soll. Es geht dabei auch um die Führung eines Wirtschaftsimperiums mit 900 Millionen Euro Umsatz und Aktivitäten, die neben Fernsehen auch Radio, Internet und sogar Print-Publikationen wie etwa die „ORF-Nachlese“ umfassen.

Seit kurzem kursieren Gerüchte, dass auch der kaufmännische Direktor des ORF, Alexander Wrabetz, ins Rennen geht und die amtierende Generaldirektorin Monika Lindner herausfordert. Branchenexperten räumen ihm gute Chancen ein, denn er habe in seiner Rolle als Finanzchef eine gute Figur gemacht.

Doch der 46-jährige Wiener weiß, dass auf den Österreichischen Rundfunk harte Zeiten zukommen. Die Marktanteile sind in der Ära Lindner weggebröckelt, und die Konkurrenz nimmt weiter zu, weil immer mehr Österreicher auf digitales Satellitenfernsehen und Kabelempfang umsteigen. Das bringt die Werbeeinnahmen des ORF unter Druck. Gleichzeitig steigen die Kosten für Technik und Übertragungsrechte, und Großinvestitionen wie die Sanierung des ORF-Zentrums müssen bewältigt werden. Im FORMAT-Gespräch erklärt Wrabetz die Perspektiven für das Wirtschaftsunternehmen ORF.

FORMAT: Herr Doktor Wrabetz, ganz unabhängig davon, wer kommende Woche zum neuen Generaldirektor gekürt wird – was sind die Herausforderungen für das Wirtschaftsunternehmen ORF in den kommenden Jahren?
Wrabetz: Ich glaube, dass die kommenden fünf Jahre zu den entscheidendsten in der Geschichte des ORF gehören. Eine solche Zusammenballung von Veränderungen hat es in den letzten 40 Jahren nicht gegeben. Das hat bereits jetzt begonnen, wird sich aber noch weiter intensivieren.
FORMAT: Was sind die wichtigsten Veränderungen?
Wrabetz: Erstens eine volle Konkurrenz auf dem Fernsehwerbemarkt. Eine weitere Verbreitung der Werbefenster führt zu steigendem Preisdruck auf den ORF. Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb um die Rechte, was zu einem Anstieg der Rechtekosten führt. Gab es dabei bislang nur die Konkurrenz mit anderen Fernsehsendern, kommen jetzt andere Plattformen dazu – etwa Mobile TV oder Internet.

Das ganze Interview lesen Sie im neuen FORMAT

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