„Brauchen Alternativen zu Öl“

OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer verteidigt im FORMAT-Interview die geplante Fusion mit dem Verbund und erklärt ihre Hintergründe.

Die vergangenen Tage brachten für OMV-Aktionäre eine ungewohnte Erfahrung: Die Kurse ihrer Papiere – seit 2002 auf Höhenflug – erlitten den schlimmsten Wochenverlust seit fünf Jahren. Auslöser dafür war die Ankündigung der Spitzenmanager von Verbundgesellschaft und OMV, ihre Unternehmen zu fusionieren. Je Verbund-Aktie soll jeder Anleger entweder 6,5 OMV-Aktien oder 425 Euro Cash erhalten. Schwächere Quartalszahlen als erwartet sorgten diesen Dienstag für zusätzlichen Druck auf den OMV-Kurs (siehe Chart), und am Mittwoch wurden auch noch Untersuchungen der EU-Kartellbehörde gegen den Ölkonzern bekannt.

Dessen General, Wolfgang Ruttenstorfer, hat nach eigenen Angaben auch schon mehr gelacht. Schließlich wurde das Vorhaben der beiden teilstaatlichen Konzerne zunächst von politischer Seite begrüßt. Erst in den vergangenen Tagen mehrten sich die Widerstände gegen den Zusammenschluss. Doch trotz des Theaterdonners – vor allem seitens des niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll – ist ein Scheitern des Mergers äußerst unwahrscheinlich.

Im FORMAT-Interview erklärt der Konzernchef die Strategie der OMV sowie die Zukunftsperspektiven des fusionierten Unternehmens.

Format: Die OMV hat stets das klare strategische Ziel verfolgt, der dominante Player im Öl-, Gas- und Raffineriegeschäft im Donauraum zu werden. Die Fusion mit dem Verbund passt nicht zu dieser Zielsetzung. Warum ändern Sie Ihre – bisher sehr erfolgreiche – Strategie?
Ruttenstorfer: Das ist keineswegs eine Änderung unserer Strategie, sondern allenfalls eine Ergänzung. Wir haben immer gesagt, dass Gas der künftige Energieträger ist. Die Steigerung der Nachfrage in diesem Bereich kommt natürlich nicht von privaten Haushalten, sondern von Gaskraftwerken für die Stromerzeugung.

Das ganze Interview lesen Sie im neuen FORMAT

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