Boom-Branche Kunstdiebstahl

Nach dem Munch-Raub in Oslo: Auch heimische Museen sind nicht diebstahlversichert, sie setzen auf Alarmanlagen.

Aus dem Kino kennen wir alle den gewieften Meisterdieb, der mit High-Tech-Ausrüstung die wie Fort Knox gesicherten Museen um ihre wertvollsten Schätze erleichtert. Dass man in Wahrheit „einfach reinspazieren und die Bilder mitnehmen kann“, entsetzt nicht nur Otto Hans Ressler vom Wiener Auktionshaus im Palais Kinsky. Auch Albertina-Chef Klaus Albrecht Schröder beklagt, dass „Der Schrei“ so leicht von der Wand zu nehmen war „wie der Griff nach einer Unterhose beim Palmers“.

Dass die Täter in Oslo Waffengewalt einsetzten, um die Security-Leute in Schach zu halten, ist für KHM-General Wilfried Seipel eine „neue Dimension des Kunstdiebstahls“ mit unabsehbaren Folgen für den internationalen Museumsbetrieb. Sein Kollege Schröder kann bereits von ersten Konsequenzen berichten: Sofort nach dem Munch-Raub wollten die Albertina-Versicherer die Prämien für die kommende Rubens-Schau (ab 15. 9.) erhöhen.

Rund eine Million Euro kosten Schröder derzeit die Versicherungsprämien pro Jahr, die allerdings nur für die Leihgaben anderer Museen ausgegeben werden. Die der Albertina gehörenden Kunstwerke sind nicht versichert. „Das halten 90 Prozent aller Museen so“, erklären Schröder und Seipel unisono. „Die Prämien wären unbezahlbar.“

Hochsicherheitstrakt Museum. Seipel und Schröder vertrauen auf die Vorkehrungen, die ihre Häuser in Hochsicherheitstrakte verwandelt haben. Jeder Winkel ist videoüberwacht, die Bilder sind mit einer so komplizierten Technik an die Wand geschraubt, dass ein Dieb selbst unter Einsatz brachialer Gewalt nicht in der Lage wäre, eines davon innerhalb weniger Sekunden abzuhängen, wie es in Oslo passiert ist.

Dennoch: Wenn ein Dieb mit vorgehaltener Waffe seiner Forderung Nachdruck verleiht, hilft das beste Alarmsystem nichts. „Da steht das Leben der Besucher im Vordergrund, niemand sollte probieren, den Helden zu spielen“, sagt Anita Gach, Kunstfahnderin im Bundeskriminalamt. Von derart brutalem Vorgehen ist man hierzulande bisher verschont geblieben, schon der Raub der Saliera aus dem Kunsthistorischen Museum im vergangenen Jahr war etwas Ungewohntes, so die Expertin.

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