Bildungspolitik muss ohne Experimente Chancen eröffnen

Die Schulpolitik ist eine Spielwiese für Ideologen. Unstrittig ist aber, dass Österreichs Schulwesen vor großen Herausforderungen steht.

Bildungspolitik zu gestalten bedeutet, Verantwortung für die Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen zu tragen. Bildungspolitik muss sich daher – noch mehr als so manch anderer politischer Bereich – vor allem daran orientieren, unseren Kindern und Jugendlichen möglichst viele Möglichkeiten zu eröffnen und auf neue Herausforderungen rasch, aber ohne Panik und Experimente zu reagieren.

Trotz wesentlicher Weiterentwicklungen in den vergangenen Jahren liegt eine Reihe von Herausforderungen vor uns, denen sich jede künftige Bundesregierung, wie auch immer sie aussehen möge, widmen wird müssen. Eine dieser Fragen ist etwa, wie man eine Verbesserung der Individualisierung des Unterrichts erreichen kann. Die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auf 25 ist dabei Voraussetzung.

Ebenso ist über weitere Maßnahmen, wie z. B. eine bessere Sprachförderung und Integration von Kindern mit Migrationshintergrund erreicht werden kann, nachzudenken. In diesem Zusammenhang ist auch zu erwägen, ob nicht – nachdem die Volksschule in den vergangenen Jahren immer mehr Aufgaben übernommen hat – mehr Zeit für das Erlernen von Kulturtechniken gewährt werden sollte, etwa im Rahmen eines verpflichtenden Vorschuljahres oder einer Verlängerung der Volksschulzeit um ein Jahr. Es wird ganz wesentlich sein, diese konkreten Herausforderungen im Auge zu behalten, anstatt sich in Organisationsfragen, die per se noch keine Steigerung der Schulqualität mit sich bringen, zu verlieren. Denn das Wohl und die Zukunftschancen unserer Schülerinnen und Schüler hängen nicht davon ab, ob man die Schulen, in denen sie sitzen, umbenennt, sondern davon, was an individueller Förderung vor Ort implementiert wird. So werden wir für die Ballungsräume, aber nicht nur für diese, eine Weiterentwicklung der Hauptschulen benötigen. Stärkere Kooperationen mit den Polytechnischen Schulen oder deren Integration mit einer darauf folgenden mittleren Reife sollten angedacht werden. Sämtliche Maßnahmen, wie immer sie aussehen, sind aber nur im Dialog mit den Betroffenen umzusetzen – und diesen Dialog wollen wir verstärkt führen.

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