Bildung muss ganzheitlich betrachtet werden

Ein Jahr nach der Wahlniederlage präsentiert ÖVP-Minister Josef Pröll am 1. Oktober die Ergebnisse der parteiinternen Diskussion.

Die ÖVP-Perspektivengruppe war die größte politische Diskussionsrunde, die es in der österreichischen Innenpolitik je gegeben hat. In 16 Impulsgruppen diskutierten Fachexperten (allein zum Thema Bildung waren es mehr als hundert) aus allen Bereichen und über 10.000 Mitdiskutanten über jene Themen, die Österreich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten bewegen werden. Diese breite Form des Diskurses unter Einbindung aller Beteiligten eignet sich natürlich vor allem für Zukunftsthemen wie die Bildung. Denn gerade Bildung ist lebendiger, offener Diskurs. Wer nicht (mehr) über Bildung diskutiert, setzt die Zukunft leichtfertig aufs Spiel.

Aus diesem lebendigen Diskurs heraus hat die Perspektivengruppe Bildung ein umfassendes Konzept zum Thema „Lebenslanges Lernen“ entwickelt. Dieses Konzept ist eine gute Grundlage für einen lebendigen innerparteilichen Diskussionsprozess, in den alle Teilorganisationen der ÖVP – von der JVP bis zum Seniorenbund – eingebunden werden sollen.

In einem Punkt waren sich alle Expert/innen der Perspektivengruppe einig: In der Zukunft muss Bildung ganzheitlich – von der Frühförderung im (Bildungs-)Kindergarten über moderne Schul- und Hochschuleinrichtungen bis zum lebensbegleitenden Lernen – betrachtet werden. Auch wenn nicht davon auszugehen ist, dass alle von der Perspektivengruppe Bildung vorgeschlagenen Maßnahmen eins zu eins umgesetzt werden: Unser Perspektivenpapier „Bildung“ steht exemplarisch für eine zukunftsorientierte, moderne Bildungspolitik. Denn auch wenn unser Bildungssystem insbesondere im Bereich der Berufsbildung (berufsbildende mittlere und höhere Schulen, Lehre) weltweit führend ist, hat sich gezeigt, dass neue Rahmenbedingungen das österreichische Bildungssystem vor neue Herausforderungen stellen.

Daher fanden auch die Fachexpertisen von OECD, IHS, WIFO und der Sozialpartner Eingang in das Papier der Perspektivengruppe Bildung. Damit ist sichergestellt, dass dieses Papier eine ausgezeichnete Grundlage für einen bildungspolitischen Diskurs bildet, dessen Perspektiven weit über das Jahr 2010 hinausreichen werden.

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Oliver Greiner, Strategieberater bei Horváth & Partners.

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