BIG muss Amtsgebäude verkaufen - Grasser will mehr Gewinnausschüttung

Finanzminister Karl-Heinz Grasser will von der Bundes-Immobilien-Gesellschaft (BIG) im nächsten Jahr 282 Mio. Euro Gewinnausschüttung, obwohl der operative Gewinn der BIG heuer wie 2004 nur bei 60 Mio. Euro liegen wird. Um die Differenz aufzubringen, ist erstmals der Verkauf von Amtsgebäuden mit Büroflächen von 800.000 m2 an private Investoren geplant.

Dies berichten "Standard" und "Presse".

Der Verkauf von Amtsgebäuden betrifft Finanzämter oder Häuser, in denen Dienststellen des Arbeitsmarkt-Service untergebracht sind, nicht aber Universitäten, Schulen oder Strafanstalten. Neben den rund 800 Offiziers- und Dienstwohnungen des Bundesheeres müssten bis zu 160 Amtsgebäude veräußert werden, um die vom Finanzminister für kommendes Jahr geforderten 282 Mio. Euro darstellen zu können. Insgesamt besitzt die BIG Flächen von 7,2 Mio. m2, davon sind 2,4 Mio. m2 Amtsgebäude, der Rest andere öffentliche Gebäude wie Schulen oder Unis.

Grüne zeigen Schwachstellen auf
Kritik am geplanten Bürogebäude-Verkauf kam am Donnerstag von den Grünen. Bautensprecherin Gabriela Moser warf dem Finanzminister vor, er betreibe "eine Politik der verbrannten Erde": Einmalerlöse würden in Zukunft zu teuren Anmietungen von Dritten zwingen. Damit würden ständig Finanzmittel aus dem Budget an Private fließen, obwohl die Ausgliederung der Bundesimmobilien an die BIG als Effizienz steigernde Kreislaufimmobilienwirtschaft konzipiert gewesen sei. Verkäufe unter Zeitdruck würden zu Dumpingpreisen führen.
(apa, red)

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