Benzinpreis: Teures Tanken

Autofahrer schäumen, Politiker verhandeln, Öl-Bosse zucken die Schultern: Tanken ist teuer wie nie. Wer schuld ist und wann es besser wird.

Huch“, sagt die Dame, als sie zum Geburtstag ein Fläschchen Benzin bekommt, „du hättest nicht so viel ausgeben sollen.“ Diese Karikatur wird bittere Realität: Mit 95 Cent für Super und 77 Cent für Diesel ist Sprit jetzt sogar teurer als während der Ölkrise der siebziger Jahre. Wer ist schuld? Ölmultis wie ExxonMobil und OMV reden sich auf den Rohölpreis raus. Der hat mit 38 bis 40 Dollar je Barrel ein Rekordhoch erreicht. Doch die Ölkonzerne streichen dabei immer fettere Gewinne ein. Marktführer ExxonMobil verdiente 2003 satte 17,3 Milliarden Euro. Steigerung im ersten Quartal 2004: 13 Prozent. Am besten am Treibstoff verdienen die Finanzminister: 61 Prozent jeder Tankrechnung fließen ins Budget. In Österreich ist Tanken besonders teuer. BP-Austria-Chef Hans Strassl: „Wegen Binnenlage und kompliziertem Gewerberecht sind die Preise hier höher als im EU-Schnitt.“ Im Rahmen eines Gentlemen’s Agreement haben die Ölfirmen bisher höchstens 2,9 Cent aufgeschlagen. Doch als die Minister Martin Bartenstein und Herbert Haupt Anfang Mai zum Benzinpreisgipfel riefen, bekamen sie die Macht der darüber grollenden Konzerne zu spüren: Jetzt gilt endgültig der freie Markt. OMV-Boss Wolfgang Ruttenstorfer tröstet: „Bis 2005 sinkt der Preis wieder“.

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