Benzin oder Diesel? Für wen Diesel noch immer günstiger ist. Vorteile der Benziner.

Beim Auto-Neukauf greifen knapp zwei Drittel zu einer Dieselmotorisierung. Nicht immer die optimale Wahl. FORMAT zeigt, welche Treibstoffvariante wann am besten ist.

Vor zwei Jahren wollte der Wiener Thomas Büttner für sich und seine Familie ein neues Auto kaufen. Leicht hat es sich der zweifache Jungvater damals nicht gemacht. Büttner: „Ich überlegte, rechnete, verglich sämtliche Angebote und kam letztlich zum Ergebnis, dass für mich ein Dieselauto günstiger als ein Benziner ist.“

Nach dieser Erkenntnis besorgte sich Büttner einen Audi A4 mit Turbodiesel und legte dafür knapp 36.000 Euro hin. Laut seiner Einschätzung sollte sich der Wagen, der immerhin um 2.000 Euro teurer als die Benzinvariante war, in spätestens fünf Jahren gegenüber dem Benziner rechnen. Büttners Begründung: „Diesel kostet weniger als Benzin, und der Treibstoffverbrauch ist bei Diesel auch niedriger. Das waren die ausschlaggebenden Argumente für den Kauf.“

Preisdifferenz wird geringer. In den vergangenen zwei Jahren ist allerdings die Differenz zwischen den Treibstoffsorten Benzin und Diesel von 18 auf zehn Cent je Liter geschrumpft – vor allem wegen der Zwangsbeimischung von Biodiesel. Und damit ist auch die ursprüngliche Kalkulation von Autokäufer Büttner hinfällig. Büttner: „Ich werde jetzt wohl sieben bis acht Jahre brauchen, bis ich den Mehrpreis zurückverdient habe. Hätte ich das vorher geahnt, hätte ich einen Benzinmotor gewählt.“

Bei den aktuellen Zulassungszahlen macht sich das Umdenken der Autofahrer bereits bemerkbar. So sank der Anteil der Diesel-Pkws an den Neuanschaffungen von 64,6 Prozent im Vorjahr auf 62,1 Prozent im ersten Quartal 2006. Dabei spielt auch eine wesentliche Rolle, dass heuer im Jänner die Partikelfilterpflicht für Dieselautos eingeführt wurde. Diese Umweltmaßnahme ist zwar – noch – nicht absolut zwingend, aber wer sich keinen Rußfilter einbauen lässt, der muss einmalig 300 Euro Strafe zahlen. Wer dagegen sein Fahrzeug mit dem Abgasfilter ausstattet, bekommt 300 Euro von der Republik Österreich geschenkt – macht insgesamt 600 Euro Unterschied. Dies führte zusätzlich zu einer gewissen Verunsicherung bei potenziellen Käufern. Trotz allem Sand im Dieselgetriebe ist der Diesel aber immer noch ein ernst zu nehmender Konkurrent des Benzins und gerade bei Vielfahrern diesem sogar überlegen. FORMAT zeigt, was Sie beim Kauf eines Neuwagens berücksichtigen müssen und ab wann sich ein Diesel- oder Benzinfahrzeug rechnet.

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