Bei Kinderlosen übernimmt der Staat die Kosten

„Die Pflege und Betreuung daheim hat für uns oberste Priorität.“

Wir stellen uns der Herausforderung, eine menschenwürdige und hochwertige Pflege für betagte Menschen der Aufbaugeneration ­sowie generell für pflegebedürftige und behinderte Menschen sicherzustellen. Wir erkennen darin eine Grundaufgabe des Sozialstaates. Eine gute Versorgung im Pflegefall oder bei einer Betreuungs­bedürftigkeit nach Krankheiten, Unfällen oder aufgrund einer Behinderung ist eine der Kernaufgaben des Sozialstaates. Die Finanzierung von Pflegenden und Betreuenden muss solidarisch er­folgen.

Für die FPÖ hat daher nach wie vor die Pflege und Betreuung im eigenen Heim höchste Priorität. Daher ist es dringend notwendig, endlich eine Inflationsabgeltung beim Pflegegeld vorzunehmen, da es bereits ein Fünftel seines Wertes eingebüßt hat. Die FPÖ bekennt sich zudem zur sozialen und rechtlichen Absicherung der pflegenden Angehörigen. Es gibt in Österreich mehr als 400.000 Personen, die Ange­hörige oder enge Bekannte zuhause pflegen. 80 Prozent der Pflege- und Betreuungsleis­tungen werden von den Angehörigen zuhause erbracht. Diese sollen daher auch einen Pensionsanspruch erwerben. Während bei pflegebedürftigen Eltern die Kinder zur Bezahlung der Pflege- und Betreuungsleistungen herangezogen werden, übernimmt für Kinderlose der Staat die Kosten, wenn das eigene Vermögen verbraucht ist. Der bisherige Angehörigenregress muss daher gestrichen werden. Einer Vermögensgrenze kann die FPÖ nicht zustimmen.

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