Beckham: Marke, Mythos, Megaseller

Als Fußballer ist David Beckham Mittelmaß. Aber der schöne Kicker mit einer Tagesgage von 41.096 Euro hat es geschafft, sich zu einer globalen Marke zu pushen. Die Story eines Siegezuges.

Gegensätze ziehen einander bekanntlich an. Und so fand der einzige Österreicher, der Schwulen-Ikone David Beckham jemals zu Leibe rückte, an seinem Gegenüber durchaus professionelles Gefallen. „Menschlich sind wir uns zwar nicht näher gekommen, aber spielerisch haben uns keine Welten getrennt.“

Zweimal war Roman Mählich, der bullige 1,69-Meter-Mann, in seinen Tagen bei Sturm Graz Spezialbewacher des 1,83-Meter-Hünen. Das Hinspiel in der Champions-League-Zwischenrunde verloren Mählichs Steirer gegen Beckhams Exklub Manchester United mit null zu drei, das Rückspiel knapper mit null zu zwei. Doch immerhin, als Goalgetter ging der große Blonde leer aus.

Bananenflanken aus vollem Lauf hin, messerscharf gezirkelte Freistöße ins Kreuzeck her, Experten vom Schlage eines Johan Cruyff oder Franz Beckenbauer sind sich einig: Als Kicker ist der Mann, den Zinedine Zidane in einer Telefonzelle überspielen und Roberto Carlos mit Liegegips überlaufen könnte, bestenfalls solides Mittelmaß.

Doch der Mythos der Marke Beckham ist in der Sportwelt unerreicht. „Er ist nicht der beste Fußballer der Welt, und er ist nicht der schönste Fußballer der Welt“, unternimmt Adidas-Vorstandsmitglied Erich Stamminger, bei Beckhams wichtigstem Werbepartner für das globale Marketing zuständig, gegenüber FORMAT einen Erklärungsversuch für die magische Anziehungskraft seines prominentesten Schützlings, „aber unterm Strich steht er für ein Höchstmaß an Fußball-Leidenschaft.“

Leidenschaft, die sich auch in Zahlen gegossen durchaus imposant ausnimmt: 36 Millionen Euro überweist Real Madrids Präsident Florentino Perez in mehreren Tranchen allein an Beckhams vormaligen Brötchengeber Manchester United, um den Frauenschwarm von Old Trafford loszueisen.
Doch damit war erst Beckhams Transfer von der Britischen Insel auf die Iberische Halbinsel finanziert, keinesfalls aber die balltechnischen Dienstleistungen des neuen Superstars. Für vier Jahre im Dress der Madrilenen sind weitere 36 Millionen fällig, die Beckham in Monatsraten aufs Privatkonto überwiesen werden.

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