Bausparen: Volkssport Prämienjagd

Bis Jahresende laufen Hunderttausende Bausparverträge aus. Die Kassen werben mit hohen Einstiegskonditionen. FORMAT beschreibt, welche Zinsen wirklich zu erwarten sind.

Bausparen ist eindeutig das beliebteste Finanzprodukt der Republik: Ende Juni 2006 besaßen 5,2 Millionen Österreicher einen Ansparvertrag. Im Herbst, der traditionellen Hauptsaison der Branche, laufen Hunderttausende Verträge aus. Für die Kunden stellt sich die Frage: Lohnt es sich noch, einen neuen Bausparvertrag abzuschließen? FORMAT analysiert die aktuellen Konditionen und vergleicht diese mit Konkurrenzprodukten.

Das Ergebnis: Die Tiefzinsphase, unter der alle Sparprodukte gelitten haben, neigt sich auch beim Bausparen dem Ende zu. Während für heuer nur 3 Prozent Prämie gezahlt werden, gibt es ab 2007 wieder 3,5 Prozent, also bis zu 35 Euro steuerfreie Prämie für die maximal geförderte Höchsteinzahlung von 1.000 Euro im Jahr. Außerdem werden auch die variablen Sparzinsen, die 2006 im Extremfall auf 1,4 Prozent gesunken waren, wieder auf rund 2,7 Prozent angehoben.

Lockzinsen zu Beginn. Da auch 2,7 Prozent nicht gerade Begeisterungsstürme auslösen, werben die Kassen mit optisch hohen Startzinssätzen. So zahlt zum Beispiel Wüstenrot in der Anfangsphase einen Zinssatz von 4,5 Prozent, ebenso Raiffeisen beim speziellen Jugendtarif für Sparer bis zum 25. Lebensjahr. Raiffeisen-Bausparchef Erich Rainbacher: „Derzeit sind 33 Prozent unserer Kunden zwischen null und 24 Jahre alt. Diesen Anteil wollen wir weiter erhöhen.“ Auch bei der s-Bausparkasse ist – statt des Standardzinssatzes von 3 Prozent – bis zum Jahresende eine Startkondition von 4,5 Prozent möglich, wenn man den 50-prozentigen Familienbonus in Anspruch nimmt. Voraussetzung dafür ist aber der Abschluss von mindestens zwei Bausparverträgen in der Familie.

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