Baulöwe am Börseparkett

Der Bauriese Strabag geht im Mai an die Wiener Börse. Strabag-Boss Hans Peter Haselsteiner erklärt im FORMAT-Interview seine Gründe und Pläne für den Coup.

Das Magazin mit dem eher spröden Namen „inform“ erscheint mit gleich 51.000 Exemplaren Auflage und ist einer breiteren Öffentlichkeit trotzdem weitgehend unbekannt. Bei den (Gratis-)Abonnenten handelt es sich um die Mitarbeiter des Baukonzerns Strabag SE mit Sitz in Villach. Dreimal jährlich lesen sie in der Hauspostille Details über neue Bauprojekte – von Mürzzuschlag bis nach Kathmandu – ihres global tätigen Arbeitgebers.

Schon derzeit erscheint das Blatt in Deutsch, Englisch, Russisch, Polnisch, Tschechisch und Ungarisch, demnächst könnten einige weitere Sprachen dazukommen. Der Leserkreis dürfte ebenfalls breiter werden. Neben den Mitarbeitern werden sich künftig wohl auch Anleger über Insiderinformationen aus Europas fünftgrößtem Bauunternehmen freuen. Denn dessen Eigentümer, die Familien-Privatstiftung von Konzernchef Hans Peter Haselsteiner und die Raiffeisengruppe, haben sich entschlossen, die Strabag SE im Mai an die Wiener Börse zu bringen.

In einem ersten Schritt werden dreißig Prozent in Form einer Kapitalerhöhung abgegeben, was bis zu 1,3 Milliarden Euro Eigenkapital in die Kassen spülen soll. Die Eigenkapitalquote dürfte sich damit von derzeit knapp 20 Prozent auf mehr als 25 Prozent verbessern. Konsortialführer werden unter anderem Deutsche Bank, Erste Bank, Goldman Sachs sowie die Raiffeisen Centro Bank (RCB) sein. Was Investoren für ihr Geld bekommen, umreißt Haselsteiner so: „Einen Baukonzern von europäischem Format mit Schwerpunkten in Deutschland und Österreich und Wachstumsfantasie in Osteuropa“ (siehe Interview im neuen FORMAT).

2006 erzielte die Strabag rund dreißig Prozent ihrer 10,1 Milliarden Euro Gesamtumsatz in Osteuropa. Vierzig Prozent kamen aus Deutschland, zwanzig aus Österreich, der Rest aus dem Mittleren Osten sowie aus Kanada. 309 Millionen Euro Gewinn vor Steuern schauten dabei heraus.

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT

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