Axa – der Klassiker der Immoaktienfonds

Axa Aedificandi ist seit Jahren besser als die Konkurrenz.

Immobilienaktien waren in den letzten Monaten nicht gerade die beste Anlageklasse. Weltweit erwiesen sich die vermeintlich sicheren Papiere als ausgesprochen krisenanfällig. Auslöser dieser Entwicklung ist die Immobilienkrise in den USA, die zu einem dramatischen Umdenken der Investoren führte. Während sich die Kurse der Immoaktien traditionell am Auf und Ab von Staatsanleihen orientierten, reagieren sie derzeit fast parallel zu Bankaktien – und das ist im Augenblick eine alles andere als solide Gesellschaft. Mathematisch gesprochen, ist die ­Korrelation zu Staatsanleihen derzeit fast bei null, während die Korrelation zu Bankaktien mit 0,8 ungesund hoch ist.

Diese Gleichentwicklung von Immopapieren mit Bankaktien wird nicht von langer Dauer sein – und dann haben Immobilienwerte wieder gute Chancen auf gute Erträge. Einer der besten Fonds für europäische Immobilienaktien ist der Axa Aedificandi (ISIN FR0000172041). Der Fonds ist ein echter Klassiker, der in den vergangenen Jahren deutlich besser abschnitt als der Durchschnitt der Konkurrenz. Die Langfristerträge können sich trotz der jüngsten Kurskorrektur sehen lassen: Wer vor zehn Jahren 10.000 Euro in den Fonds einlegte, besitzt heute 41.680 Euro (siehe Grafik unten). Fondsmanager Frédéric Tempel sieht Chancen auf eine kräftige Erholung, weil erstens die Immoaktien in der Eurozone 15 Prozent unter den Buchwerten notieren und zweitens in den vergangenen Immobilienkrisen in den Jahren 1973 und 1990 die Kurse etwa 14 bis 16 Monate nach Beginn des Kursrutsches wieder deutliche Lebenszeichen von sich gaben und wir uns jetzt wieder einem solchen Zeitfenster nähern. Hoch gewichtet sind französische
Ak­tien im Fonds enthalten, weil diese besonders stabile Erträge aufweisen. Auch die Niederlande und Griechenland sind stark vertreten. In Österreich hat Fonds­manager Tempel nur die Immoeast wegen der günstigen Be­wertung – trotz Bedenken wegen ihrer Intransparenz. Generell kritisiert Tempel das Management der Austro-Immoaktien für ihre geringe Offenheit. Und Gesellschaften wie die CA Immo, die transparenter sind, haben für seinen Fonds zu wenig Liquidität. Fazit: Der Axa-Fonds ist eine breit gestreute Alternative zu Austro-Papieren.

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