Autovermieter Niki Lauda

Niki Lauda vermietet ab Oktober Smart-Flitzer für einen Euro pro Tag – und verkauft die Autos als Werbeflächen.

Ein Klick auf die Internetseite www.laudamotion.com bringt im Moment nur ein gefälliges rotweißes Logo auf den Bildschirm sowie die Ankündigung „Mehr ab 1. Oktober“. In ein paar Tagen hat das Rätselraten um das neueste Unternehmen von Niki Lauda, 54, aber ein Ende. Der frühere Formel-1-Champ und Airliner, der sich zuletzt die meiste Zeit „in meinem Hauptwohnsitz Ibiza“ aufhielt, fliegt in Wien ein und präsentiert am 30. September seine Firma LaudaMotion.

Denn Lauda geht unter die Autovermieter und bereichert dieses Business um eine in Österreich ganz neue Idee.

Der umtriebige (Selbst-) Vermarkter verrät, ungewohnt zugeknöpft, nur, „dass es dabei um den Verkauf von Werbeflächen auf Mietautos geht“. Das genaue Geschäftsmodell sieht so aus, dass LaudaMotion zu Beginn 50 Kleinwagen der Mercedes-Marke Smart verleihen wird – und das zum unschlagbaren Preis von einem Euro pro Tag.

Dumpingschlacht in der Mietwagenbranche angeheizt. Maximal drei Tage lang kann ein Kunde die kleinen City-flitzer mieten. Für die Reinigung des Fahrzeugs muss er selbst sorgen. Gebucht werden kann nur übers Internet.

Die Lauda-Firma ist damit sogar noch billiger als der Diskonter Sixti, eine Tochter des deutschen Branchenriesen Sixt, der seit kurzem für fünf Euro pro Tag einen Smart anbietet. Den Markenauftritt für Lauda konzipierte dessen alter Freund Hannes Rausch, ein Designer, der schon für das Erscheinungsbild der Lauda Air verantwortlich zeichnete.

Finanzieren wird sich die LaudaMotion nicht über die mickrigen Mieteinnahmen, sondern aus dem Verkauf der Autos als mobile Werbefläche. Die Smart-Mobile stehen Markenartiklern, Handels- und Dienstleistungsunternehmen für rollende Werbekampagnen zur Verfügung. Der Automieter muss sich verpflichten, pro Tag eine Mindestdistanz zurückzulegen, damit die Reklame am Wagen auch von möglichst vielen Menschen gesehen wird.

Bei der deutschen Gesellschaft maxhopp, die nach einem sehr ähnlichen Modell in Hamburg, Berlin und München agiert, sind mindestens 30 Kilometer täglich zu fahren. Die oft übliche Kilometerbegrenzung nach oben gibt es nicht. Dafür ist jeder Smart bei maxhopp auf 60 km/h gedrosselt, damit die Werbung stets gut sichtbar ist. Das Geschäft der Deutschen ist dennoch vielversprechend angesprungen.

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