Autosalon Frankfurt 2007: Die Zukunft des Autos! Hybrid, Elektro, Wasserstoff, Biosprit

Die Autoindustrie kennt plötzlich nur noch ein Thema: Klimaschutz. Bei den Techniken für weniger CO2-Ausstoß führt in nächster Zeit kein Weg am Hybrid vorbei.

Filmcharmeur George Clooney hat schon einen. Kein Wunder, denn die Affinität des Schauspielers zu rasanten Sportwagen ist mindestens so evident wie jene für eine trendige Schweizer Kaffeemarke. Und der Neuerwerb in Clooneys Garage ist rot, offen und blitzschnell. Der Roadster beschleunigt in 4,2 Sekunden auf hundert und schafft 220 Stundenkilometer. Das Schöne dabei ist, dass er keinen Tropfen Benzin verbraucht und ergo auch kein Gramm schädliches CO2 in die Umwelt bläst. Denn Clooneys Rakete ist ein Elektroauto.

Der Tesla Roadster wird von einem 238 PS starken Elektromotor angetrieben, der seine Kraft aus 6.381 Lithium-Ionen-Batterien saugt und Saft für rund 400 Kilometer hat. Dann muss der Tesla an die Steckdose und kann nach dreieinhalb Stunden Ladezeit wieder auf die amerikanischen Highways rollen. Außerhalb der USA gibt es den rund 100.000 Dollar teuren Stromrenner allerdings nicht zu kaufen. „Batteriebetriebene Elektrofahrzeuge sind interessante Studienobjekte für emissionsfreie Autos, aber wegen der problematischen Batterietechnik zumindest in naher Zukunft kein Thema“, sagt Herbert Kohler, Forschungsleiter und Umweltbevollmächtigter bei Mercedes. Was Kohler nobel umschreibt: Lithium-Ionen-Batterien neigen bei Überhitzung schnell dazu, Feuer zu fangen. Die kalifornische In-Crowd ist vom Tesla dennoch hingerissen. Nicht nur, weil es spätestens seit Arnold Schwarzeneggers Schwenk zu mehr Umweltbewusstsein – der kalifornische Gouverneur hat einige scharfe Gesetzesvorlagen zur Reduzierung von Abgasen im Bundesstaat Kalifornien unterschrieben – todchic ist, die grüne Flagge in Sachen Automobil zu zeigen. Sogar US-Präsident George W. Bush hat sich mit einem Ethanol-Rennwagen aus der IRL-Rennserie ablichten lassen und kundgetan, dass Amerika beim Klimaschutz an die Spitze wolle.

Szenenwechsel nach Europa.

In Frankfurt öffnet an diesem Wochenende die größte und wichtigste Automobilmesse der Welt, die IAA. Die Diskussion um Klimaschutz, Spritverbrauch und CO2-Ausstoß wird das beherrschende Thema der automobilen Hochleistungsschau sein und liegt einigen Automanagern offenbar schon im Vorfeld schwer im Magen. „Wenn wir das Thema CO2 nicht offensiv angehen, brauchen wir gar keine neuen Modelle zeigen“, ließ einer aus dem süddeutschen Raum wissen. Und tatsächlich sind die Autobauer, vor allem die deutschen, nur halbherzig auf das Zukunftsszenario vorbereitet.

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