Autos billig wie nie!

Fette Rabatte, üppige Sondermodelle und spottbillige EU-Importe: Schnellentschlossene bekommen Neuwagen jetzt um bis zu dreißig Prozent günstiger.

Genau 26.262,46 Euro würde der Opel Zafira Sportsline Diesel mit 100 PS, CD-Player, Bordcomputer und Metallic-Lackierung kosten. Ein Wiener Händler gewährt bereits auf telefonische Anfrage 1.200 Euro Nachlass. Der Importeur schenkt die Nova dazu, was schon 3.664 Euro oder 13 Prozent Ersparnis bedeutet. Und das ist längst nicht alles. Der Händler, verbindlich: „Wenn Sie persönlich vorbeischauen, ist noch einiges mehr drin.“

Preiszuckerln wie diese bietet der heimische Automarkt derzeit in noch nie da gewesener Vielzahl. Bis zu dreißig Prozent an Verbilligungen können Autokäufer jetzt bei Neuwagen lukrieren. Denn Überproduktionen und Konsumzurückhaltung treiben die Hersteller in eine beinharte Preisschlacht. Durch stark verbilligte Tageszulassungen, Auslaufmodelle und Jahreswagen wird sie zusätzlich angeheizt. Dazu kommt ein Feuerwerk an Sondermodellen mit üppigen Sonderausstattungen zu reduzierten Paketpreisen. Eile ist allerdings geboten: Ab Oktober sinken wegen neuer EU-Bestimmungen die Spannen der Händler und damit ihre Rabattmöglichkeiten auf rund die Hälfte. Offerte wie ein Citroën Xsara Break mit einem jetzt erzielbaren Nachlass von gleich einem Viertel des Preises werden dann Vergangenheit sein. Renate Okermüller, Chefin des Autoinformationskonzernes Eurotax: „So billig wie jetzt sind Neuwagen wohl nie wieder zu haben.“

Kein Erbarmen beim Verhandeln von Rabatten. An Rabatten ist derzeit meist noch mehr zu holen, als die Kunden selbst für möglich halten. Je teurer das Auto, desto höher können die Abschläge ausfallen: Bei Kleinwagen lassen die Händler im Schnitt 6,7 Prozent nach, in der Mittelklasse sind es 8,2, in der Oberklasse 9,5 und in der Luxusklasse sogar 10,3 Prozent.

Über die individuelle Höhe entscheidet neben dem Verhandlungsgeschick der Käufer die Marktlogik: Bei besonders begehrten Modellen wie dem Golf und bei Nobelmarken wie Mercedes und BMW beißen Feilscher auf Granit. Ausnahme: Kleine Händler sind oft bereit, bei Spitzenmodellen wie dem 7er-BMW die Hosen runterzulassen.

Denn laut ihren Vereinbarungen mit den Importeuren müssen auch sie jährlich ein paar Stück der Luxusschlitten absetzen. Schon um ihre Verträge nicht zu brechen, lassen sie bei den Topfahrzeugen gerne fünfzehn und mehr Prozent nach. Ein oberösterreichischer BMW-Händler gewährte bei FORMAT-Recherchen 22 Prozent Rabbatt für einen rund 70.000 Euro teuren Siebener.

Marken, die wie Mitsubishi oder Opel um Marktanteile kämpfen, sind in allen Klassen großzügig. Im äußersten Fall ist bis Oktober noch die gesamte Händlerspanne von 15 bis 18 Prozent zu holen. Bei einem Corsa von Opel wären es 16, bei einem Signum knapp unter 20 Prozent. Die Händler profitieren selbst beim Verkauf zum Einstandspreis noch. Sie gewinnen dabei einen Neukunden, und ihre Gewinne erwirtschaften sie schon lange hauptsächlich mit den Gebrauchten.

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