Automatischer Schutz vor steigender Inflation

Nur längere Fixzinsbindungen oder Bausparfinanzierungen geben Sicherheit vor massiven Verteuerungen der Kreditrate.

Das Gespenst der Inflation ist zu­rück. Mit 3,7 Prozent erreichte die Teuerung im Mai den höchs­ten Wert seit über einem Jahrzehnt. Zwar könnte sich die Preisentwicklung im Laufe des Jahres noch leicht beruhigen, langfristig sind aber die Zeiten von Inflationsraten unter zwei Prozent wohl Geschichte. Eine wesentliche Ur­sache ist China: Viele Jahre importierten wir mit dem Kauf immer billigerer chinesischer Waren auch spürbare De­flationseffekte, also einen deutlichen Druck auf das Preisniveau. Seit dem vergangenen Sommer ist das vorbei: In China steigen die Löhne und damit die Preise so rasant, dass wir aus dem Reich der Mitte in Zukunft Inflation importieren werden.

Inflationsneutrale Fonds. Wer sein Vermögen gegen die Gefahr einer ausufernden Preisentwicklung absichern will, kann zu Produkten mit Inflationsschutz greifen. So hat die Bawag jetzt ein Gute-Nachrichten-Sparbuch, bei dem man während der zweijährigen Laufzeit ne­ben einem automatischen Ausgleich der Teuerung noch einen zusätzlichen Realzins von 1,75 Prozent gutgeschrieben bekommt.
Wer auf längere Sicht das Risiko einer Preisspirale neutralisieren möchte, sollte Fonds kaufen, die in infla­tionsgeschützte Anleihen investieren. Diese schneiden in Zeiten steigender Teuerung und ganz besonders in Phasen zunehmender Inflationsängste deutlich besser ab als herkömmliche Staatsanleihenfonds. Zum Vergleich: Während heuer klassische Euro-Rentenfonds 1,5 Prozent verloren, lagen die kaufkraftgeschützten Varianten 1,2 Prozent im Plus.

Der derzeit beste Fonds einer österreichischen Bank ist der Raiffeisen-Inflationsschutz (ISIN AT0000622014) mit einem Jahresertrag von sechs Prozent. Die beiden Fondsmanager Alexandra Muchna und Gabriel Panzenböck haben den Fonds zur Hälfte mit Papieren aus Frankreich bestückt, was vor allem daran liegt, dass Frankreich im Jahr 1999 als erster Euro-Staat inflationsgeschützte Anleihen emittiert hat und noch immer den Markt dominiert. Derzeit offerieren die im Fonds enthaltenen Papiere neben dem Inflationsschutz eine Realrendite von 2,25 Prozent.
Wenn die Teuerung in den kommenden Jahren über 2,5 Prozent liegt, ist man mit einem Inflationsschutzfonds besser bedient als mit klas­sischen Varianten – die Chancen dafür stehen ziemlich gut. Ganz generell spricht auch die Risikostreuung dafür, we­nigstens einen Teil des Anleihendepots mit Produkten zu bestücken, die den langfristigen Erhalt der Kaufkraft gewährleisten. Dann hat man auch in Zeiten, in denen sich klassische Anleihen schlecht entwickeln, gute Aussichten auf einen positiven Renditebeitrag.

Steuererklärung für Kleinunternehmer bald ohne Antrag?

Steuern

Steuererklärung für Kleinunternehmer bald ohne Antrag?

Neue Überstunden-Regelung ab September: Die Änderungen

Recht

Neue Überstunden-Regelung ab September: Die Änderungen

Handel & Dienstleistung

Sportartikel-Diskonter Decathlon: Mit Eigenmarken an den Start