Ausreichende Qualifikation kann Betrug verhindern

„Es ist nicht schwer, ein Risiko zu erkennen, man muss es verstehen und bewerten können.“

Mehr Transparenz, „offene Karten“, „nichts vertuschen“. Diese und viele andere Stehsätze hört man oft in Gesprächen über die Bankenkrise. Ein allumfassender Risikostriptease ist aber nur auf den ersten Blick die Lösung, aber nicht zielführend, da es nicht darum geht, möglichst vielen Personen Risiken aufzuzeigen, sondern vielmehr darum, jene Stellen zu stärken, welche mit Risiken befasst sind. Es gibt ja bereits umfassende Transparenzvorschriften. Man findet sie in Gesetzen, Standesregeln und Buchhaltungsgrundsätzen, und sie werden bei ordentlicher Ausübung des Geschäfts von den zuständigen Fachabteilungen und vielen anderen Stellen, die in die Prüfung des Risikos involviert sind, beachtet. Es ist nicht schwer, ein bestimmtes Risiko zu erkennen, wie einen Kredit, eine Investition, einen Swap, man muss dieses – oft komplexe – Risiko verstehen und bewerten können. Risiken sind per se nichts Negatives, die Über­nahme gegen Entgelt ist ja das Geschäft einer Bank.

Viele Maßnahmen sind möglich. Kann die arme Finanzmarktaufsicht mit 200 Mitarbeitern Hunderttausende Mitarbeiter in Kreditinstituten, Fondsgesellschaften, Wertpapierfirmen, Versicherungen, Mitarbeitervorsorgekassen und Pensions­kassen effektiv kontrollieren? Mehraufwendungen in diesem Bereich stehen in keiner Relation zum Risiko des potenziellen volkswirtschaftlichen Schadens, und das bringt auch Zusatznutzen: Ich habe selbst Routineprüfungen der Finanzmarktaufsicht (FMA) betreut und weiß, dass hier hochqualifizierte, flei­ßi­ge Mitarbeiter arbeiten und eine Prüfung zwar genau und damit für die Bank aufwendig ist, der Output aber als Beratung fast immer positive Effekte hat. Geschäfte, die man nicht versteht, sind immer gefährlich, und Aussagen wie „Das habe ich nicht gewusst“ sind Ausreden dafür, dass man entweder sein Geschäft nicht versteht oder eine schlechte Personalpolitik gemacht hat. Beides sind oft nicht entschuldbare Fehler. Betrüger sind Menschen, und diesen muss man entsprechend qualifizierte Menschen entgegensetzen. Der Verbrecher ist immer einen Schritt voraus, überholen kann man ihn nur mit „Masse und Klasse“.

DSGVO - Datenschutz-Verordnung 2018

DSGVO: Daten-Auskunftsbegehren richtig erfüllen

Andrea Jelinek, Leiterin der Datenschutzbehörde: "Die Zahl der Beschwerden hat sich mehr als verdreifacht."

DSGVO - Datenschutz-Verordnung 2018

100 Tage DSGVO: Das neue Recht und seine Folgen

Vier Hightech-Millionäre aus Österreich: Bernd Greifeneder, Johannes Kührer, Armin Strbac und Katharina Klausberger

Selfmade-Internet-Millionäre

Österreichs Hightech-Stars: Die neue Tech-Elite