Aufmarsch im Osten

A1-Chef Boris Nemsic steht dank eines raffinierten Plans vor der Übernahme der serbischen Mobtel – und hat jetzt im Osten noch viel vor.

Als sich die Wiener Geschäftsleute Martin Schlaff, Josef Taus und Herbert Cordt am 11. Mai, 15 Uhr, mit dem Serben Bogoljub Karic im Wiener Hotel Hilton Plaza am Ring trafen, rechneten sie nicht damit, schon an diesem Tag handelseins zu werden. Sie waren selbst überrascht, dass sie mit Karic, dem reichsten Mann Serbiens, alle offenen Punkte erledigen konnten – und am Ende der Verhandlung die Unterzeichnung eines 200 Seiten starken Vertrags stand.

Damit ist Teil eins eines ausgeklügelten Plans geschafft, den der Ostunternehmer Schlaff, Ex-ÖVP-Chef Taus und die Telekom Austria (TA) gemeinsam ausheckten: die Übernahme des serbischen Handynetzbetreibers Mobtel zu schaffen, indem die Schlaff-Gruppe die Anteile von Karic kauft und die TA-Tochter Mobilkom jene Anteile, die der serbische Staat hält.

Diese Form der Arbeitsteilung wurde gewählt, weil die Mobilkom nicht an Karic anstreifen wollte, einen früheren Vertrauten von Exdiktator Slobodan Milosevic. Mobilkom-Boss Boris Nemsic verhehlt nicht, dass Gespräche mit dem einstigen Folkloremusikanten Karic aus Gründen der Optik nicht infrage kamen. Umgekehrt will die serbische Regierung nicht an Privatleute wie den Wiener Milliardär Schlaff und Kollegen verkaufen, weil ihr das im Wahlkampf als intransparente Geschäftemacherei ausgelegt werden könnte.

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PLUS: Mobilkom-Chef Boris Nemsic über die Chancen in Serbien, das Verhältnis zu Schlaff und die Oststrategie.
PLUS: Porträt: Der Wiener Osthändler Martin Schlaff liebt hochriskante Geschäfte.
Mit dem Mobtel-Deal gelang ihm ein weiteres Meisterstück.

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