Auf Talfahrt

Peter Schröcksnadel ist der mächtigste und erfolgreichste Sportfunktionär des Landes. Und dank seiner privaten Geschäfte Millionär. Doch nun gerät die Verknüpfung zwischen Schröcksnadel und dem ÖSV ins Zwielicht.

Als Peter Schröcksnadel am Dienstagvormittag die Sitzung des ÖOC im Wiener Hotel Intercontinental verließ, wählte er den stillen Abgang. Er ging lange bevor die anderen Sitzungsteilnehmer den Saal verließen, er ging, ohne mit den wartenden Journalisten zu sprechen, und er ging, wie es sonst eigentlich gar nicht seine Art ist: Er ging als Verlierer.

Seit Dienstag ist Peter Schröcksnadel, als ÖSV-Präsident der vielleicht mächtigste Sportfunktionär der Welt, nicht mehr Mitglied des Österreichischen Olympischen Comités (ÖOC). Gleich 13 Betreuern aus dem ÖSV-Umfeld wurde vom ÖOC nach der Sitzung mitgeteilt, dass sie in Zukunft nicht mehr für Olympische Spiele akkreditiert werden. Eine Reaktion auf den Dopingskandal bei den Spielen in Turin – und ein kräftiger Schlag ins Gesicht von Schröcksnadel. Denn erstmals konnte der Präsident seine Schäfchen nicht in Schutz nehmen. Die Entscheidung, eine Brüskierung des ÖSV, ist auch so etwas wie ein sportpolitischer Meilenstein – denn erstmals hat die Funktionärsrunde um ÖOC-Chef Leo Wallner gezeigt, dass sie am längeren Ast sitzt als die erfolgsverwöhnte Skilauf-Truppe von Peter Schröcksnadel.

Tatsache ist, dass in den vergangenen Jahren der ÖSV schalten und walten konnte, wie er wollte. Sportlich hatte das auch durchaus seine Berechtigung. Skispringer und Skifahrer heimsten bei Winterspielen das Gros der Medaillen ein, unter Schröcksnadel wurde der ÖSV zum wahrscheinlich professionellsten Sportverband, den es weltweit gibt. Und das liegt definitiv am Präsidenten. Als der Innsbrucker 1990 den ÖSV übernahm, hatte der Verband ein Budget von 35 Millionen Schilling, rund 2,5 Millionen Euro. Heute, 17 Jahre später, nimmt der ÖSV jährlich 45 Millionen Euro ein. Im Skizirkus hat der ÖSV das mit Abstand höchste Budget, leistet sich die professionellste Betreuung der Athleten und steckt in Kooperation mit den Skifirmen Unsummen in die Entwicklung des Materials.

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