Apple iTV: Das Sendungsbewusstsein von Mr. Jobs

Apple will mit neuer Hardware und entsprechenden Vertriebsrechten den iTunes-Erfolg auch auf das Kino ausdehnen.

Die Musikindustrie hat Apple-Chef Steve Jobs bereits gehörig durchgerüttelt. 88 Prozent aller legalen Musikdownloads in den USA erfolgen über iTunes. Gerade erst hat Apples Online-Store Platz fünf unter den US-Musikverkäufern (inklusive CD) erreicht, womit erstmals in der Musikgeschichte überhaupt ein Internet-Vertrieb in diese Top Five eindringt.

Von solchen Erfolgen angetrieben, startet Jobs den nächsten Coup: Diesmal hat er die Filmbranche im Visier. Nachdem in den USA bereits seit Oktober 2005 TV-Serien recht erfolgreich über den iTunes-Shop vertrieben werden, folgen jetzt komplette Spielfilme. 90 Minuten auf dem Mini-Player anzuschauen sind aber nur der halbe Spaß. Weshalb Apple zwei Dinge geändert hat: Erstens wurde die iPod-Bildauflösung, die für guten Filmgenuss am Rechner nicht wirklich reicht, auf 640 mal 480 Bildpunkte vervierfacht.

„Damit haben wir beinahe DVD-Qualität“, ist Jobs stolz. Zweitens: Was iTunes ermöglichte, soll auf die Filmbranche umgelegt werden. Entsprechende Vereinbarungen mit den Studios Walt Disney, Pixar, Touchstone Pictures und Miramax – allesamt Disney-Studios – sollen regelmäßig frische Filme zum Download garantieren. Ab sofort sind in den USA 75 Filme online, wöchentlich sollen neue folgen. Heimisches Publikum muss sich noch ein wenig gedulden. 2007 soll das Filmdownloadangebot international verfügbar sein – worauf Sitcomfans bei den Serien bisher vergeblich warteten.

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