Ankerbrot plant jetzt Auslandsexpansion: Neuausrichtung des Produkt-Sortiments

Österreichs größte Bäckereikette Ankerbrot expandiert nach Ungarn und Tschechien. Zu Jahresbeginn 2009 will das Unternehmen je eine Filiale in Budapest und Prag eröffnen. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe. Bewährt sich Ankerbrot in Ungarn und Tschechien, so soll das Filialnetz dort weiter ausgebaut werden. "Finanziert wird die Expansion aus eigener Tasche. Aber auch eine Finanzierung über Bankkredite ist denkbar," so Ankerbrot-Chef Peter Ostendorf gegenüber FORMAT.

Auch in Österreich will Ankerbrot nach der gelungenen Sanierung 2005/06 wachsen: Bis Ende 2008 sollen laut Ostendorf bis zu zehn weitere Standorte im Großraum Wien eröffnen. Aktuell betreibt das traditionsreiche Unternehmen 183 Filialen und beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiter.

Nach der geplatzten Übernahme von Ankerbrot durch Nordsee-Chef Heiner Kamps Anfang Februar, steht für Ostendorf die Neuausrichtung des Unternehmens im Fokus. Weit reichende Änderungen werden vor allem im Sortimentsbereich und beim Werbeauftritt vollzogen.

Unter der Dachmarke "Lang lebe Österreich!" bietet Anker künftig ein breites Sortiment an Bio- und Aktivprodukten an. So gibt es in den Filialen nun Brotsorten etwa mit reduziertem Salzgehalt, Aloe Vera und Melonenkernen. Salate und frisch gepresste Fruchtsäfte sollen folgen. Damit ist neben den Bäckereiketten Ströck und Der Mann nun auch Anker auf die globale Gesundheitswelle aufgesprungen.

Zudem will das Unternehmen, das zuletzt mit einem verstaubten Image kämpfte, verstärkte Werbemaßnahmen ergreifen. Mindestens zweimal jährlich sind Plakatkampagnen vor allem im Großraum Wien geplant, zu Jahresende sollen auch Schaltungen im Hörfunk folgen.

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