30 Aktien, von denen Sie profitieren

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Die 1.140 Milliarden Euro der Europäischen Zentralbank, der schwache Euro und das billige Öl werden die Aktienkurse vieler Unternehmen sehr wahrscheinlich steigen lassen. Das lässt sich nutzen.

Die mit Spannung wartenden Journalisten begrüßte Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), am Donnerstag der vorherigen Woche so: "Wirtschaft wird wieder anspringen. Happy New Year!“ Dass die Wirtschaft in der EU tatsächlich anspringt, daran sind Zweifel berechtigt. Dass 2015 wahrscheinlich tatsächlich ein gutes Jahr wird, gilt vor allem für Besitzer von Aktien - und Leute, die es jetzt noch werden. Denn die vom EZB-Chef verkündeten Maßnahmen liefern jetzt einmal neue Nahrung für die Börsen.

Wenn die Währungshüter ab März Geld drucken, um 1.140 Milliarden Euro in den Wirtschaftskreislauf Europas zu pumpen, wird das zwei Folgen haben: Ähnliches wie in den USA, wo das Quantitative-Easing-Programm der Notenbank FED den US-Aktienindex S&P 500 zwei Jahre hindurch jeweils um 25 Prozent steigen ließ, wird nun in Europa erwartet. Sofort nach Verkündung der Maßnahmen schossen die Kurse in wenigen Tagen um bis zu zehn Prozent in die Höhe. Danach gab es zwar wieder Rückgänge, weil Spekulanten die raschen Gewinne gleich wieder realisierten. Aber der Trend an den Börsen zeigt 2105 nach oben. Wer jetzt Aktien solider Unternehmen kauft, die von den langfristigen Entwicklungen an den Börsen profitieren, für den wird 2015 ein gutes Jahr - außer, es brechen unerwartete Katastrophen herein.

Zweitens schwächt die Maßnahme der EZB den Euro im Verhältnis zum US-Dollar. Das bringt bedeutende Vorteile für die Exportwirtschaft. Alle Unternehmen, die ihre Produktion in Euro abwickeln und einen Teil der Waren in US-Dollar verkaufen, erzielen dadurch einen einträglichen Kursgewinn. In Österreich sind das beispielsweise der Maschinenbauer Andritz, aber auch die Voestalpine. In Deutschland zählen die Automobilbauer, allen voran Mercedes, aber auch große Pharma- und Industrieunternehmen zu den klaren Profiteuren im Exportgeschäft. Deutsche Blue Chips wie Bayer, Merck, Linde oder Infineon verdienen an der Euroschwäche genauso wie das europäische Airbus-Konsortium oder der englische Triebwerkhersteller Rolls-Royce. Dazu kommen weitere Faktoren, die den Boom an den Börsen antreiben.

Artikel aus FORMAT Nr. 5/2015
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