Affäre Liechtenstein: FORMAT nennt Namen! Diese Österreicher stehen auf geheimer Liste

Auf der FORMAT exklusiv vorliegenden berüchtigten „Steuer-CD“, auf der vertraulichen Kontoinformationen der liechtensteinischen LGT gespeichert sind, sind 180 Österreich betreffende Datensätze enthalten. Über 40 Prozent der betroffenen Stifter haben ihren Wohnsitz in Wien, weitere 20 in Vorarlberg, jeweils 10 Prozent in Nieder- und Oberösterreich, jeweils fünf Prozent in Kärnten und der Steiermark. Am „steuerehrlichsten“ war man in diesem Zusammenhang in Salzburg und im Burgenland. Unter den angeführten Namen befinden sich Prominente wie Alexander Maculan, Mathilde Umdasch, Helmut Swarowski, Michael Habsburg-Lothringen, Michael Teufelberger, Paul und Heidegunde Senger-Weiss.

Die meisten der Betroffenen haben bei den Finanzbehörden noch vor dem 14. April auf Anraten von Steuerprüfern Selbstanzeige erstattet, was sie vor strafrechtlicher Verfolgung schützt. Die Frist dazu ist nun abgelaufen. FORMAT veröffentlicht nur etwa die Hälfte der angeführten Namen, um die weiteren Ermittlungen der Finanzbehörden nicht zu behindern.

Über die Frage, warum die Verfahren in diesem Zusammenhang wesentlich langsamer abgewickelt wurden als in Deutschland, ist nun auch ein politischer Disput ausgebrochen. Grün-Abgeordneter Werner Kogler vermutet Amtsmissbrauch: „Das Verfahren wurde zumindest verschleppt, um Prominenten mehr Zeit für Selbstanzeigen zu geben.“ Finanzminister Wilhem Molterer dementiert das gegenüber FORMAT scharf: „Die ersten konkreten Informationen sind meinen Beamten erst am 14. April zugegangen. Es ist schon allein zeitlich unmöglich, dass eine Kanzlei von uns vorab Informationen über Namen bekommen hat. Ich schließe Verfehlungen kategorisch aus. Ich selbst habe die Liste nie gesehen.“

Lesen Sie die ganze Story im neuen FORMAT 31/07!

Peter Pelinka

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