Affäre Herberstein: Adel verpflichtet nicht

Verwandte kritisieren Andrea Herberstein heftig. Neue Vorwürfe drohen. Ist sie eine dreiste Abkassiererin oder nur ein Wahlkampf-Opfer?

Den Hotelier Werner Frömmel plagt neben dem verregneten Sommer ein anderes Problem. Sein Hotel Werzer in Pörtschach am Wörthersee ist die erste Adresse, die eine neu kreierte Kosmetikserie der steirischen Schlossherrin Andrea Herberstein, 52, vertreibt. Frömmel hat seinen ganzen Wellnessbereich darauf abgestimmt und grübelt jetzt: „Diese Sache werde ich wohl wieder aufgeben müssen. Der Name Andrea Herberstein ist derzeit ja nicht so positiv besetzt.“

Zwei Jahre lang hat die Gräfin mit einer Biochemikerin an einer Produktlinie getüftelt und wollte groß ins Kosmetikbusiness einsteigen. Doch die Website von ah Cosmetics zeigt ein Bild von ihr selbst und ist ansonsten inaktiv. Wohlriechende Herberstein-Crèmes lassen im Moment kaum auf große Verkaufserfolge hoffen. Das Image des erlauchten Namens ist am Boden.

Sogar innerhalb der Familie regt sich lauter Unmut. „Aufgrund ihres Verhaltens werden wir plötzlich als Grafenpack gesehen“, erregt sich Johann Georg Herberstein über seine angeheiratete Verwandte Andrea. Die ehelichte einst seinen Cousin Otto Herberstein und ist spätestens seit dessen Tod 1994 das schillerndste Mitglied der Dynastie.

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