Acht Prozent als Belohnung für das Warten

Fonds kassiert durch Optionen rund vier Prozent Prämien.

Anleger brauchen derzeit vor allem eines: Geduld. Auch wenn Aktien am Anfang der Woche wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben haben, ist die weltweite Bankenkrise noch längst nicht ausgestanden. Es gibt aber auch einen positiven Nebeneffekt der heurigen Kursverlus­te: Im Gegenzug sind die Dividendenrenditen, das ist die Ausschüttung, gemessen am aktuellen Kurs, auf ein sehr attraktives Niveau geklettert – und diese hohen Auszahlungen sind eine Belohnung für das Warten auf eine nachhaltige Kurserholung.

Acht Prozent Zusatzrendite. Beim Europa-Aktienfonds Schroder Euro­pean Dividend Maximiser (ISIN LU0319791538) wählt Managerin Sonja Schemmann nicht nur Titel mit einer hohen Dividendenrendite von derzeit durchschnittlich vier Prozent aus, sondern will durch eine ganz spezielle Anlagestrategie den laufenden Zusatzertrag auf insgesamt acht Prozent im Jahr erhöhen. Es werden nämlich auf die im Fonds gehaltenen Aktien Call-Optionen verkauft. Als Prämie dafür will Fondsmanagerin Schemmann rund vier Prozent im Jahr kassieren. Na­türlich sind die vier Prozent nicht geschenkt. Falls die Aktien in einem Quartal besonders stark steigen, muss Schemmann die Papiere zu einem vorher festgesetzten Preis an den Optionskäufer ausfolgen. Das heißt, dass im Gegenzug zur eingenommenen Prämie das Gewinnpotenzial einer Aktie gedeckelt wird. Laut Schemmann ist aber immer noch ein Kursspielraum von zehn Prozent im Quartal, also theoretisch bis zu 40 Prozent im Jahr, vorhanden. In der Praxis wirkt sich die Gewinndeckelung im Fonds vor allem bei Aktien mit sprunghaften Kursanstiegen negativ aus, etwa nach einem lukrativen Übernahmeangebot.
Wenn dagegen eine Call-Option wertlos ausläuft, weil die Aktie kaum stieg oder sogar gefallen ist, bleibt die Aktie weiter im Fonds, und die Anleger haben einen echten Zusatzertrag kassiert. In diesem Fall werden dann für das nächste Quartal neue Optionen verkauft.

Generell sind Fonds, die auf be­sonders dividendenstarke Titel setzen, relativ krisenfest, weil die Unternehmen häufig in konservativen Branchen wie Pharma, Telekom, Nahrungsmittel oder der Energieversorgung tätig sind. Durch die konserva­tive Optionsstrategie des Schroder Euro­pean Dividend Maximiser wird das Risiko noch weiter reduziert. Das heißt allerdings nicht, dass Verlustphasen ganz vermieden werden. Allerdings lief der Fonds in der jüngs­ten Börsenkrise wenigstens besser als seine Messlatte. So hat der Schemmann-Fonds in den vergangenen drei Monaten 11,5 Prozent verloren, während ihr Vergleichsindex 13,4 Prozent im Minus lag. Auf den Ertrag drückten vor allem ein 27-prozentiger Anteil an Finanztiteln, die zwar eine hohe Dividende aufweisen, aber durch die weltweite Bankenkrise unter Druck gerieten. Die wichtigsten Aktien im Fonds sind die bri­tische Pharma­aktie GlaxoSmith­Kline, der Schweizer Nahrungsmulti Nestlé, die skandinavische Danske Bank und die holländische Telekomaktie Royal KPN.

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