28 Regionalbahnen auf "schwarzer Liste": FORMAT präsentiert exklusives ÖBB-Konzept

Laut einem FORMAT vorliegenden 37 Seiten starken "Gesamtkonzept Regionalbahnen" vom 15. April plant ÖBB-Chef Huber kräftige Kürzungen bei den Regionalbahnen. Von den 74 noch in Betrieb befindlichen Nebenbahnen will Huber 16 aufgeben, schreibt das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe. Diese Bahnen sollen entweder geschlossen oder an regionale Betreiber, wie etwa das Land Niederösterreich, abgetreten werden.

Weitere zwölf Strecken stehen "zur Disposition" und sollen "kritisch geprüft werden", zitiert FORMAT aus dem ÖBB-Dossier. Darunter befindet sich etwa die Kamptalbahn. Insgesamt könnten 678 Bahnkilometer aus dem Netz genommen werden.

Niederösterreich ist von den Einsparungen deutlich am stärksten betroffen, heißt es in dem Magazin. Mariazellerbahn, die Ybbstal-Bahn und mehrere Strecken im Waldviertel stehen auf der schwarzen Liste der ÖBB.

Inklusive der Streichung von Investitionen in die Infrastruktur der Regionalbahnen könnte die ÖBB laut Konzept im Jahr 2007 so 25,5 Millionen Euro einsparen. Bis 2001 soll die jährliche Ersparnis auf 37,4 Millionen Euro steigen. Die Verhandlungen mit Niederösterreich seien weit fortgeschritten, so FORMAT. Friedrich Zibuschka, Leiter der Gruppe Raumordnung und Umwelt im Amt der NÖ Landesregierung, erklärte gegenüber dem Magazin: "Wir sind an der Übernahme des Gesamtpaketes interessiert. Die Details werden derzeit verhandelt."

Die ÖBB-Gewerkschaft protestiert. "Es gab schon früher Einstellungswellen, jetzt geht es an die Substanz", sagte Claus Faber, Verkehrsexperte der Gewerkschaft der Eisenbahner, gegenüber dem Magazin. Faber befürchtet, dass Niederösterreich die Bahnen zuerst übernehmen und danach ein Drittel zusperren könnte. Der Gewerkschafter: "Mit unserem Steuergeld Bahnen zu schließen, ist einfach unglaublich."

Die ganze Story finden Sie in der aktuellen Ausgabe von FORMAT!

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