Zara-Mutter Inditex sticht H&M aus und expandiert kräftig

Zara-Mutter Inditex sticht H&M aus und expandiert kräftig

Zara-Store in Barcelona: Heute gibt es rund 2.000 Filialen in 88 Ländern.

Zahlreiche neue Läden, die Stärke seines Flaggschiffs Zara und anziehende Online-Verkäufe haben das Wachstum des spanischen Textilkonzerns Inditex beschleunigt. Im vergangenen Geschäftsjahr schuf der Konzern weltweit 15.800 neue Jobs.

Die Frühjahrskollektion der Modekette Zara kommt bei den Kunden an. In den ersten fünf Wochen des Anfang Februar gestarteten neuen Geschäftsjahres setzte der Mutterkonzern Inditex 15 Prozent mehr um.

Damit schlagen sich die Spanier besser als der schwedische Konkurrent Hennes & Mauritz, der wegen des ungewöhnlich warmen Winters auf dicken Pullovern und Jacken sitzen blieb. Das Ergebnis von H&M zwischen Oktober und Dezember sank um 11 Prozent auf 5,5 Milliarden Kronen (594 Millionen Euro). Inditex steigerte auch mit Marken wie Massimo Dutti und Bershka hingegen im Ende Januar abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatz und Gewinn um jeweils 15 Prozent auf 21 beziehungsweise 2,9 Milliarden Euro.

Wie die gesamte Industrie setzt auch Inditex zunehmend auf den Online-Handel und will deshalb den Ausbau seines Filialnetzes in den kommenden Jahren etwas langsamer angehen. Bei Neueröffnungen wollen sich die Spanier künftig auf erstklassige Standorte konzentrieren.

Inditex eine der wertvollsten Unternehmen in Europa

Das Unternehmen hat seinen Umsatz seit seinem Börsengang 2001 mehr als versechsfacht. Der Aktienkurs (ISIN ES0148396015) zog in der Zeit um mehr als 700 Prozent an. Der Börsenwert betrug zuletzt knapp 92 Milliarden Euro - damit ist der Konzern einer der wertvollsten europäischen börsennotierten Unternehmen. Inditex hat in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt rund 400 neue Geschäfte eröffnet, die sich über acht Marken verteilen. Aktuell werden alleine unter der Marke Zara rund 2.000 Filialen in 88 Ländern geführt.

Weil die Spanier im Gegensatz zu Hauptkonkurrent H&M (ISIN SE0000106270) mehr Kleidung in Europa fertigen, profitieren sie vom schwachen Euro und können schneller auf Kundenwünsche reagieren. Die Schweden kaufen dagegen den größten Teil der Kleidung in Asien ein.

Unternehmensgründer Amancio Ortega gehören immer noch rund 59 Prozent der Anteile. Er ist laut "Forbes"-Reichenliste nach Microsoft-Gründer Bill Gates mit 67 Milliarden Dollar der zweitreichste Mann der Welt.

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Eric Bramoullé, CEO Amundi Austria

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